In den Vorständen der 30 größten Dax-Konzerne gibt es so viele Frauen wie nie zuvor. Nach Recherchen der Frankfurter Rundschau sind derzeit 15 von 193 Vorstandsmitgliedern weiblich. Das entspricht einem Anteil von rund acht Prozent.
Noch im Jahr 2010 beschäftigten die größten deutschen Konzerne drei Frauen. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die sicherlich damit zusammenhängt, dass die Dax-Konzerne im öffentlichen Fokus und damit unter besonderer Beobachtung stehen“, sagte Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) der FR. „Es wäre schön, wenn wir noch mehr Transparenz auf allen Führungsebenen hätten, auch in den anderen großen Unternehmen.“
Beatrice Weder di Mauro ist seit 2010 im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp und gehört dem Verwaltungsrat der Schweizer Großbank UBS an. Von 2004 bis 2012 war sie zudem Mitglied des Rats der Wirtschaftsweisen.
Foto: Caro / TeichEine der 15 Vorstandsfrauen wird ihren Posten in diesem Jahr allerdings wieder abgeben. Der Vertrag von Barbara Cux, 2008 das erste weibliche Vorstandsmitglied in der Konzerngeschichte von Siemens, wird nicht verlängert.
Außerdem haben trotz des insgesamt starken Zuwachses immer noch 17 Dax-Unternehmen keine einzige Frau im Vorstand – unter anderem Volkswagen.
Allerdings steigt der Druck auf die Konzerne, sich zu bewegen – vor allem aus der EU, die Ende 2012 eine Richtlinie für eine gesetzliche Quote erlassen hat. Sie gilt aber nur für Aufsichtsräte. In Deutschland haben sich die Unternehmen bislang nur zu einer freiwilligen Selbstverpflichtung durchgerungen, um den Frauenanteil in Führungspositionen schrittweise zu erhöhen.
Dazu haben sie sich bislang zwei Mal mit Familienministerin Kristina Schröder (CDU) getroffen, die gegen eine gesetzliche Quote ist. Allerdings sind die Ziele der Unternehmen kaum miteinander vergleichbar. Manche wollen den Frauenanteil deutschlandweit, andere weltweit erhöhen.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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