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05. Januar 2013

Dax-Konzerne: Mehr Frauen in den Vorständen

 Von Jutta Maier
Telekom-Chef Rene Obermann (M.) zusammen mit der Unternehmensberaterin Claudia Nemat (l.) und der früheren baden-württembergischen Bildungsministerin Marion Schick, die beide dem Vorstand des Dax-Konzerns angehören. Foto: dpa

Der Anteil von Frauen in den Vorständen der Dax-Konzerne ist in den vergangenen zwei Jahren größer geworden. Frauen haben mittlerweile 15 von 193 Vorstandsposten inne, ihr Anteil liegt damit bei acht Prozent.

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Der Anteil von Frauen in den Vorständen der Dax-Konzerne ist in den vergangenen zwei Jahren größer geworden. Frauen haben mittlerweile 15 von 193 Vorstandsposten inne, ihr Anteil liegt damit bei acht Prozent.

In den Vorständen der 30 größten Dax-Konzerne gibt es so viele Frauen wie nie zuvor. Nach Recherchen der Frankfurter Rundschau sind derzeit 15 von 193 Vorstandsmitgliedern weiblich. Das entspricht einem Anteil von rund acht Prozent.

Noch im Jahr 2010 beschäftigten die größten deutschen Konzerne drei Frauen. „Das ist eine erfreuliche Entwicklung, die sicherlich damit zusammenhängt, dass die Dax-Konzerne im öffentlichen Fokus und damit unter besonderer Beobachtung stehen“, sagte Elke Holst vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) der FR. „Es wäre schön, wenn wir noch mehr Transparenz auf allen Führungsebenen hätten, auch in den anderen großen Unternehmen.“

Eine der 15 Vorstandsfrauen wird ihren Posten in diesem Jahr allerdings wieder abgeben. Der Vertrag von Barbara Cux, 2008 das erste weibliche Vorstandsmitglied in der Konzerngeschichte von Siemens, wird nicht verlängert.

In 17 Dax-Unternehmen fehlen Frauen weiterhin

Außerdem haben trotz des insgesamt starken Zuwachses immer noch 17 Dax-Unternehmen keine einzige Frau im Vorstand – unter anderem Volkswagen.

Allerdings steigt der Druck auf die Konzerne, sich zu bewegen – vor allem aus der EU, die Ende 2012 eine Richtlinie für eine gesetzliche Quote erlassen hat. Sie gilt aber nur für Aufsichtsräte. In Deutschland haben sich die Unternehmen bislang nur zu einer freiwilligen Selbstverpflichtung durchgerungen, um den Frauenanteil in Führungspositionen schrittweise zu erhöhen.

Dazu haben sie sich bislang zwei Mal mit Familienministerin Kristina Schröder (CDU) getroffen, die gegen eine gesetzliche Quote ist. Allerdings sind die Ziele der Unternehmen kaum miteinander vergleichbar. Manche wollen den Frauenanteil deutschlandweit, andere weltweit erhöhen.

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