Tokio. Der zweitgrößte japanische Autobauer Honda Motor ruft noch mehr Fahrzeuge wegen Problemen mit den Airbags zurück in die Werkstätten. Weltweit seien zusätzliche 440.000 Autos betroffen, teilte Honda mit. Deutsche Fahrer sind vom Rückruf aber nicht betroffen.
Insgesamt hat Honda damit bislang fast 950.000 Fahrzeuge zurückgerufen. In den USA soll es im Zusammenhang damit bereits ein Todesopfer sowie elf Verletzte gegeben haben.
Honda-Finanzchef Yoichi Hojo sagte, der neue Rückruf werde das Unternehmen 16 bis 24 Millionen Euro kosten. Die Rückrufaktion begann bereits vor mehr als einem Jahr, im November 2008 mit weniger als 4000 Fahrzeugen und wurde im Sommer vergangenen Jahres um weltweit 510.000 Fahrzeuge ausgeweitet.
Analysten sagten, Rückrufaktionen seien ein ganz normales Vorkommnis bei Autobauern und das Volumen bei Honda sei nicht massiv. Wegen der Ereignisse beim Weltmarktführer Toyota, der mittlerweile mehr als acht Millionen Fahrzeuge wegen verschiedener technischer Probleme zurückrufen musste, werde die Berichterstattung über Rückrufe derzeit etwas übertrieben, sagte Yoshihiko Tabei, Analyst bei Kazaka Securities.
"Ich sorge mich eher über die Geschäftszahlen der Branche im nächsten Jahr angesichts der fehlenden staatlichen Kaufanreizprogramme", sagte er. (rtr)
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