Berlin. Trotz erstmals roter Zahlen will die Deutsche Post für das laufende Geschäftsjahr eine Dividende zahlen. "Vergangenes Jahr haben wir rund eine Milliarde Euro an die Aktionäre ausgeschüttet. Das war eine Dividende von 90 Cent pro Aktie. Ich sehe derzeit keinen Grund, warum wir das nicht wieder so machen könnten", sagte Post-Finanzvorstand John Allan der "Welt".
Zugleich kündigte Allan Sparmaßnahmen bei der Post an. "Das werden einige harte Maßnahmen sein. Wir werden zwar in Deutschland niemanden entlassen. Aber wir müssen nicht jede freie Stelle wieder neu besetzen", sagte er. Die Post will bis 2010 rund eine Milliarde Euro Kosten einsparen.
Der Finanzchef begründete die erstmaligen Verluste der Post seit der Privatisierung im Jahr 1995 mit der "Umstrukturierung" des Nordamerikageschäfts. "Die Kosten für die USA wollen wir zum Großteil in diesem Jahr in die Bilanz aufnehmen", sagte Allen. Im kommenden Jahr solle sich die Situation drehen. "Ich bin mir recht sicher, dass wir 2009 wieder profitabel sein werden", sagte der Finanzvorstand der Post.
Für den Gesamtkonzern gab Allan keine Prognose für das kommende Jahr ab. "Wir wissen nicht, wie sich 2009 entwickeln wird. Wenn sich die Wolken am Konjunkturhimmel verzogen haben, werden wir dazu etwas sagen. Das wird aber frühestens im Frühjahr 2009 der Fall sein", sagte der Brite. (ddp)
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