Die Deutsche Bahn hat im Schienengüterverkehr wegen der Wirtschaftskrise bereits 1000 Arbeitsplätze gestrichen. Insgesamt sollen 3900 Stellen wegfallen, so Logistikvorstand Karl-Friedrich Rausch. Die Gewerkschaft Transnet kritisiert den beabsichtigten Kahlschlag scharf.
"Jetzt massiv Personal zu streichen und Güterbahnhöfe dicht zu machen, heißt, wenn die Krise vorbei ist, am Aufschwung nicht teilhaben zu können", sagte der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Zell der FR.
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Die DB gehe damit "den völlig falschen Weg". Zell äußerte den Verdacht, "dass die gegenwärtige Wirtschafts- und Finanzkrise als Vorwand dient, das Unternehmen auf Rendite zu trimmen.
Damit verschärft sich der Streit über den Stellenabbau im Konzern. Transnet befürchtet, dass bei der DB bis 2014 bis zu 14.000 Jobs wegfallen könnten. Mehrere 1000 Beschäftigte sind derzeit in Kurzarbeit.
Bei der Frachtbahn DB Schenker Rail, die in Deutschland 20.000 Menschen beschäftigt, drohen neben der Streichung jeder fünften Stelle auch die Schließung von bundesweit 72 Verladestellen. Darin sehen Kritiker einen weiteren Rückzug aus der Fläche.
Bis Ende 2010 schützt noch ein Beschäftigungsbündnis die DB-Mitarbeiter vor betriebsbedingten Kündigungen. Die Konjunkturflaute hat besonders den Frachtverkehr auf der Schiene schwer getroffen.
Ein Viertel des Umsatzes ist weggebrochen, jeder vierte Waggon steht derzeit ungenutzt herum. Rausch erwartet frühestens 2012 wieder so große Transportmengen wie noch 2008.
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