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02. Januar 2016

Diesel: Anfang vom Ende

 Von 
Der Abgasskandal bereitet dem neuen VW-Vorstandsvorsitzenden Matthias Müller Kopfschmerzen.  Foto: AFP

Hat die Dieseltechnologie noch eine Zukunft? Noch ist diese Frage nicht entschieden, doch im Zuge des VW-Abgasskandals könnte sie bald mit Nein beantwortet werden. Die Branche muss dies als Chance begreifen, klimaneutrale Antriebe zu entwickeln. Ein Kommentar.

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Der VW-Abgasskandal könnte den Anfang vom Ende für die Dieseltechnologie auf den wichtigsten Automobilmärkten markieren. Die Prognose, formuliert vom Vorstandsvorsitzenden des Autozulieferers Continental Elmar Degenhart, ist ebenso plausibel wie bedrohlich für die deutsche Autoindustrie.

Einleuchtend ist die These, weil die Dimensionen des Betrugs noch immer nicht geklärt sind: Hat der VW-Konzern als einziger die Abgaswerte der Dieselflotte manipuliert, während die Technologie als solche eigentlich umweltschonend ist? Oder handelt es sich beim Werbeversprechen vom „sauberen Diesel“, das auch andere deutsche Hersteller abgegeben haben, bloß um ein Märchen?

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So oder so: Zumindest Autokäufer in Asien und den USA, die schon bisher Hybridantrieben den Vorzug vor Dieselaggregaten geben, werden vom Kauf europäischer Dieselfahrzeuge künftig erst recht Abstand nehmen.

Gefahr für hiesige Autobauer

Daraus erwächst, zweitens, eine enorme Gefahr für hiesige Autobauer, weil auch europäische Autofahrer nicht doof sind. Fallen Steuervorteile und Umweltboni für den Dieselantrieb, wird er auch in der EU Marktanteile einbüßen.

Die Branche, allen voran VW, muss dies als Chance begreifen, tatsächlich klimaneutrale Antriebe zu entwickeln. Auf Dauer führt am Ende der Verbrennungsmotoren kein Weg vorbei. Die Konzernspitzen sollten sich die Erkenntnis der Dakota-Indianer zu Eigen machen, dass man von einem toten Pferd besser absteigt, als ihm weiter die Sporen zu geben.

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