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Fotografie-Messe: Photokina – digital und multifunktional

Mit großem Programm wirbt die Photokina weniger um Fachbesucher als um das normale Publikum. Die wichtigste Neuerung ist die Kombination von Stand- und Bewegbild. Die FR stellt die Trends der Messe vor.

Die Photokina startet mit zahlreichen technischen Highlights. Foto: dpa
Köln –  

Die auf der Photokina erwarteten mehr als 150.000 Besucher haben die Qual der Wahl. Die Leitmesse der Foto- und Imagingbranche in Köln bietet ein Rekord-Angebot an Workshops, Seminaren, Vorträgen, Show-Shootings, Ausstellungen und Fotowettbewerben. Außerdem werden natürlich mehr als 1300 Aussteller ihre Produkte dem Publikum vorstellen. Die Photokina ist im Wandel von einer reinen Fachmesse hin zu einer Publikumsmesse mit Mitmach-Charakter.

Die Messe

Photokina: Die weltweit größte Messe der Fotobranche findet alle zwei Jahre in Köln statt, diesmal von 21. September, bis 26. September 2010. Die Zahl der Aussteller ist auf 1251 Unternehmen aus 45 Ländern zurückgegangen. Die Veranstalter Koelnmesse und Photoindustrie-Verband erwarten rund 150.000 Besucher.

Öffnungszeiten: Für Besucher öffnet die Schau täglich von 10 bis 18 Uhr ihre Tore.

Preise: Die Tageskarte kostet 43 Euro (Wochenende 21 Euro). Ermäßigte Tageskarten gibt es für 13 Euro. Eine Familientageskarte kostet 45 Euro und ist nur am Wochenende erhältlich. Die Dauerkarte kostet 115 Euro und zwei Tage kosten 71 Euro.

Planung der Tour: Hallenplan

Impressionen von der Photokina auf Flickr

Die Events: Für Fachbesucher und auch für Verbraucher lockt die Messe mit einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm. So bietet etwa die „Creative Alliance“ stündliche Workshops und Vorträge von bekannten Profi-Fotografen und Foto-Experten täglich ab 11 Uhr in Halle 4.1. (kho/ttg)

Dabei lassen sich mehrere Trends ausmachen. Der wichtigste liegt in der Verknüpfung von Film und Foto. Keiner der großen Kamerahersteller kommt mittlerweile mehr ohne hochauflösende Videofunktion in seinen Spiegelreflexkameras aus. Das hat auch zur Folge, dass ein völlig neues Zubehörsegment in der Entstehung ist.

Hand in Hand mit dem Videoboom geht der Trend zur kompakten spiegellosen Systemkamera. Dabei geben in dem jungen Kamerasegment nicht Platzhirsche wie Canon oder Nikon den Ton an, sondern eher Unterhaltungselektronikkonzerne wie Sony oder Panasonic, die mit diesen Kameramodellen vor allem die Verknüpfung verschiedener Medien wie Fernsehen, Video und Internet vorantreiben wollen.

Kamera im Handy

Ein Trend, bei dem zumindest der Konsument noch nicht so recht mitmachen will, ist 3D. Nur 25.000 3D-Fernseher wechselten in den ersten fünf Monaten 2010 in Europa den Besitzer. Vielleicht steigt die Nachfrage, wenn das Equipment für die Aufzeichnung auf den Markt kommt. Entwickelt werden Produkte vom 3D-Objektiv für die Spiegelreflexkamera bis zum 3D-fähigen Fotopapier.

Verknüpfung im virtuellen Sinne ist auch ein Stichwort für das „Mobile Imaging“. Dreiviertel aller verkauften Kameras befinden sich in Fotohandys. Diesem Trend zur Immer-dabei-Kamera – selbstverständlich mit Videofunktion – folgen viele Hersteller nicht zuletzt, um den Ansprüchen der bloggenden Internetgeneration gerecht zu werden.

Die Fotobranche freut sich derzeit über gute Verkaufszahlen: Die Marktforscher der GfK haben festgestellt, dass weltweit rund 403 Millionen Digitalkameras, 52 Millionen Camcorder und zwei Milliarden Kamerahandys in Gebrauch sind. Davon werden in Europa etwa 140 Millionen Digitalkameras, 17 Millionen Camcorder und 550 Millionen Kamerahandys genutzt.

Die Trends der Photokina 2010

Bildergalerie ( 28 Bilder )

Lesen Sie auf der nächsten Seite über den Trend zu HD-Videos bei Spiegelreflexkameras

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Autor:  Dirk Böttger
Datum:  21 | 9 | 2010
Seiten:  1 2 3 4 5
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