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14. Februar 2012

Dirk Nowitzki im Shitstorm: Ing-Diba für Metzgerei-Werbung heftig kritisiert

 Von Bernd Salzmann
Basketball-Star Dirk Nowitzki jobbt nebenbei für ING-Diba.  Foto: Ing-diba

Mit einem umstrittenen Werbespot sorgt die Bank Ing-Diba für erhebliche Aufregung im Internet - und zwar nicht mit ihrem Produkt sondern mit Wurst für Dirk Nowitzki, den Basketball-Star.

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Frankfurt –  

Das Geschäftsjahr 2012 hat bei der Bank Ing-Diba turbulent wie nie zuvor begonnen. Der Grund dafür war allerdings nicht eines der Finanzprodukte, sondern eine Fernsehwerbung mit Basketball-Star Dirk Nowitzki. Der war für den Werbespot der Bank in die Metzgerei seiner Kindheit zurückgekehrt und hatte wie einst genussvoll eine Scheibe Wurst verzehrt. Die gab es kostenlos dazu, „damit du groß und stark wirst“.

So nett wie die ergraute Metzgersfrau wollte auch die Ing-Diba mit ihrem „Extra-Konto“ rüberkommen, das in dem Spot beworben wird. Tatsächlich brach bei Facebook allerdings ein Shitstorm über Europas größte Direktbank herein, denn Veganer entrüsteten sich über die liebevolle Darstellung einer Metzgerei. Motto: Wie könnt ihr nur? Blogger sprechen von einem „Shitstorm“, wenn sich Menschen massenhaft im Internet und sozialen Medien wie Facebook und Twitter entrüsten, und dabei immer mal wieder auch die Grenzen des guten Geschmacks ignorieren und unsachlich werden.

Mehrere Rekorde gebrochen

Zu Wort meldeten sich aber nicht nur die Kritiker des Fleischkonsums, sondern auch deren Gegner. 1400 Posts, so werden bei Facebook Wortmeldungen bezeichnet, und 15000 dazugehörige Kommentare registrierte die Bank. Zuletzt ging es dabei gar nicht mehr um die ING-Diba, sondern um die Ernährungsgewohnheiten der westlichen Welt. Drohungen, Konten aufzulösen, verwandelten sich zusehends in Lob dafür, dass eine Bank ein solches Forum bietet − und nicht gleich abschaltet. Vorstandschef Roland Boekhout zeigt sich über das Resultat erleichtert. „Social Media bleibe eine Entdeckungsreise“, sagt er nur.

Wäre die Geschichte anders ausgegangen und hätte die Bilanzpressekonferenz am Montag überschattet, Boekhout hätte sich wohl die Haare gerauft. Denn die Direktbank brach im vergangenen Jahr gleich mehrere Rekorde: Noch nie zuvor hatten Sparer dort 85,9 Milliarden Euro angelegt, noch nie hatte das Baufinanzierungsgeschäft ein Volumen von 56,5 Milliarden Euro erreicht, und noch nie hatte die Bank 7,4 Millionen Kunden registriert.

Dank einer günstigen Kostenstruktur weist die ING-Diba für 2011 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 660 Millionen Euro aus.

Nächstes Jahr zieht die Bank um, weiter in Richtung Frankfurter Innenstadt. Die Stadtpolitik wird das freuen: Die ING-Diba zählt sich selbst stolz zu den größten Steuerzahlern Frankfurts.

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