Berlin. Den Bundesbürgern steht zum Jahreswechsel eine Welle von Strompreiserhöhungen ins Haus: 354 Unternehmen heben ihre Tarife zum 1. Januar 2009 um bis zu 21 Prozent an. Das berichtet die "Bild"-Zeitung und beruft sich auf Zahlen des Verbraucherportals Verivox.
"So eine Erhöhungswelle auf einen Schlag haben wir noch nicht erlebt", sagt der Chef der Verivox- Energieabteilung, Peter Reese.
Damit dürften die Gewinne der Stromkonzerne weiter steigen - so wie schon im vergangenen Jahr. Die Lieferanten erzielten von Tarifkunden einen Durchschnittserlös von 16,11 Cent je Kilowattstunde - 4,9 Prozent mehr als im Jahr 2006. Das teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Der Durchschnittserlös von Sondervertragskunden lag bei 8,57 Cent je Kilowattstunde, ein Plus von 6,9 Prozent zum Vorjahr.
Sowohl unter Tarifkunden, als auch bei den Sonderverträgen finden sich nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Privathaushalte ebenso wie gewerbliche Stromabnehmer. Der Durchschnittserlös ist nicht gleichbedeutend mit dem durchschnittlichen Strompreis, erläutert ein Experte des Bundesamts. Die Veränderung des Durchschnittserlöses laufe jedoch parallel zu der des Strompreises.
Der Durchschnittserlös wird ohne Mehrwertsteuer und ohne rückwirkende Stromsteuerrückerstattungen ausgewiesen, enthält jedoch die Netznutzungsentgelte, die Stromsteuer, die Konzessionsabgaben sowie Ausgleichsabgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz. (dpa/ap)
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