Die Reallöhne sinken - die wegfallenden Boni der Bank-Angestellten schlagen genauso durch wie die Kurzarbeit. Am meisten verdient man noch in der Energiebranche mit durchschnittlich 4171 Euro im Monat, am wenigsten im Gastgewerbe.
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Wiesbaden. Die Krise ist in den Geldbeuteln der Menschen angekommen: Zum zweiten Mal in Folge sind im zweiten Quartal dieses Jahres die Reallöhne gesunken, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtet. Sie lagen um 1,2 Prozent unter dem Vergleichswert aus dem Vorjahr.
Verantwortlich sind diesmal aber nicht in erster Linie steigende Preise, sondern die sinkenden Bruttomonatsverdienste. Sie fielen im Jahresvergleich um 1,0 Prozent. Die Preise kletterten mit einem Plus von 0,3 Prozent hingegen nur geringfügig.
Arbeit in der Energiebranche lohnt sich.
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Die im Jahresvergleich äußerst seltene Flaute auf den Gehaltsabrechnungen ist den Statistikern zufolge vor allem von der Kurzarbeit in der Industrie und den weggefallenden Boni für Banker und Versicherungsangestellte verursacht. In anderen Branchen konnten sich die Beschäftigten hingegen durchaus über kräftige Zugewinne bei den Bruttomonatsverdiensten freuen.
Das von der Arbeitsagentur ausgezahlte Kurzarbeitergeld wird als Sozialleistung nicht in der Einkommensstatistik berücksichtigt, erläuterte das Bundesamt. Ein Teil der Einkommensverluste von 5 Prozent in der Industrie wird daher für die Betroffenen ausgeglichen, ohne dass es in der Statistik abgebildet wird.
Berufe - wie angesehen sie sind
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Berufe - wie angesehen sie sind
Platz 29: Sie versprechen Schutz vor Schaden - und kassieren erstmal für ihre Hilfe beim Ausfüllen: Versicherungsvertreter stehen in der Beliebtheitsliste der Deutschen ganz unten. Nur zwölf Prozent der Befragten erkennen bei ihnen ein hohes Ansehen.
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Platz 27: Wegen gleicher Punktzahl springen wir gleich zwei Plätze weiter. Bei rosa sehen manche schwarz. Dass Beschäftigte der Deutschen Telekom besonders angesehen seien, zu dieser Aussage können sich gerade einmal 16 Prozent der Befragten durchringen. Tendenz: steigend.
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Platz 27: Sie erfinden Sprüche, die die halbe Welt kennt, und reizende Verpackungen dazu. Dennoch - oder deshalb? - trauen viele Beschäftigten in Werbeagenturen offenbar nicht über den Weg. 16 Prozent mit fallender Tendenz.
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Platz 26: Für die Kunstfigur Horst Schlämmer begeistern sich die Deutschen, für echte Politiker kaum. Besondere Achtung können 23 Prozent sehen - immerhin drei Prozentpunkte mehr als 2007 und zwei mehr als 2008.
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Platz 25: Um fünf Prozentpunkte steigt das Ansehen von Gewerkschaftsfunktionären - jetzt auf 28 Prozent. Allerdings schadet unseres Erachtens der Anhang "Funktionär" jeder Berufsgruppe.
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Platz 24: Im eigenen Haus hat man sie nicht gerne. Aber immerhin ist die Freude groß, wenn sie einen großen Fisch an (Steuer-)Land ziehen. Steuerinspektoren kommen auf 32 Prozent (plus vier).
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Platz 23: Die Beamten haben deutliche Zuwachsraten im Ansehen. Von 27 Prozent arbeiteten sie sich in zwei Jahren auf 33 Prozent hoch. Vielleicht tragen ja solche lustigen Umfragen wie diese zur Erkenntnis bei, dass Beamte nicht langweilig sein müssen.
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Platz 22: Der Absturz des Jahres. Ein Minus von beachtlichen neun Prozentpunkten haben sich die Manager eingebrockt. Dafür gibt's keinen Bonus. Nur noch 28 Prozent sagen, Manager sind hoch angesehen.
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Platz 21: Sparkassen galten vor nicht allzu langer Zeit als eher langweilig. Doch in der Finanzkrise punkteten sie als zuverlässig. Das zeigt sich auch im Ansehen: Es steigt seit 2007 um vier auf 37 Prozent.
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Platz 20: "Die Fahrausweise bitte" - wer so am Morgen Menschen aus den Schlaf weckt, macht sich wenig beliebt. Aber Schaffner haben wohl auch ihre Vor-Züge - sonst kämen sie nicht auf 38 Prozent.
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Platz 19: Hat der Bankangestellte Sie gut beraten? 36 Prozent der Befragten schätzen jedenfalls Menschen mit diesem Beruf. Das sind zwei Prozent weniger als 2007 - und beachtliche fünf Prozent weniger als 2008.
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Platz 18: Viele Kabel und Geräte sind nötig, damit EDV-Sachbearbeiter ihre Daten eingeben können. Eine Beschäftigung, die oft Konzentration und Durchhaltevermögen erfordert. Dennoch sind die Vertreter dieses Berufs nur durchschnittlich angesehen - 39 Prozent.
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Platz 17: Sie sitzen in seltsamen, ufo-artigen Gebäuden und grübeln vor ihren Rechnern - und sind gar nicht soooo wenig beliebt, wie oft behauptet. 46 Prozent der Befragten sagen, Journalisten hätten ein hohes Ansehen.
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Platz 16: Steuerberater helfen, Geld zu sparen - und wollen Geld dafür. Dieses unter dem Strich manchmal ausgewogene Verhältnis spiegelt sich in einer Mittelfeld-Position in der Hitliste wider: 47 Prozent - konstant seit drei Jahren.
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Platz 15: Studienräte sind Beamte im höheren Dienst, die meist im Klassenzimmer arbeiten. In der Schule sind sie höher angesehen als einfache Lehrer, bei der Mehrheit der Deutschen verhält es sich anders herum. Studienräte stehen bei 53 Prozent der Befragten hoch im Kurs. Das Lehrerergebnis kommt noch.
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Platz 14: Manche Arbeiten gelten als einfach, sind aber dennoch unerlässlich. 59 Prozent der Deutschen schätzen ihren Briefträger - mit sieben Prozent die größte Steigerungsrate verglichen mit dem Jahr 2007.
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Platz 12: Weil sich nicht jeder das Gesetzbuch unter den Arm klemmen will, gibt es Anwälte. 58 Prozent der Befragten schätzen sie.
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Platz 12: Hier wird ein Chefsessel hergestellt - wer hier mal drauf sitzt, kann sich als Unternehmer der Anerkennung von 58 Prozent der Befragten sicher sein.
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Platz 11: Ein dichtes Haus ist eine sinnvolle Sache. Kein Wunder, dass man Dachdecker gerne sieht. Ergebnis: 62 Prozent.
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Platz 10: Willkommen in der Top-Ten. Techniker haben bei 64 Prozent der Befragten hohes Ansehen.
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Platz 7: Hier nun kommen wie versprochen die Lehrerinnen und Lehrer. Bei 67 Prozent der Deutschen sind sie hoch angesehen - wer hätte das gedacht. Die jüngsten Befragten sind übrigens 14 Jahre alt.
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Platz 7: Müllmänner kommen ebenfalls auf 67 Prozent. - Bei dieser Gelegenheit eine kleine Zwischenbilanz: Herkömmliche Lehrer sind zwar deutlich beliebter als höhere Studienräte - aber zugleich genauso angesehen wie Müllmänner. Was zeigt: Die Arbeit mit den Tonnen ist anerkannt wichtig.
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Platz 7: Jim Knopf und Lukas - Lokomotivführer sind nicht nur bei den Kleinen beliebt. Auch sie kommen auf 67 Prozent. Im Jahr 2008 waren es noch zwei Prozentpunkte weniger - möglicherweise wirkten hier die Streiks nach.
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Platz 5: Sie verteilen eben nicht nur Strafzettel - in der Not helfen Sie auch: 78 der Deutschen sagen, Polizisten haben ein hohes Ansehen.
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Platz 5: Wie würde Sie entscheiden? Richter studieren Akten und hören Menschen zu. 78 Prozent blicken zu ihnen auf.
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Platz 4: Endspurt. Als die Umfrage lief, war Schmiergeld im Gesundheitswesen noch kein Thema. So sagen 84 Prozent, Ärzte hätten hohes Ansehen. Die Tendenz: sinkend.
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Platz 3: Jeder Handgriff muss sitzen. 86 Prozent der Deutschen haben Respekt vor Piloten.
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Platz 2: Wer hätte es gedacht? Krankenpflegerinnen und ihre männlichen Kollegen sind angesehener als Ärzte: 88 Prozent.
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Platz 1: Helden, die durch die Flammen gehen: An ihre Feuerwehrmänner lassen die Deutschen kaum etwas kommen. 93 von 100 Befragten bescheinigen ihnen hohes Ansehen. Glückwunsch!
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Welcher Beruf ist was für mich?, fragen sich Jugendliche Jahr für Jahr. Und sie überlegen dabei oft unbewusst mit, wie angesehen ihr künftiger Job wohl ist. Der Beamtenbund wollte es genau wissen - und ließ 3000 Bürger befragen, wie hoch bei ihnen bestimmte Berufe im Kurs sehen. Nachfolgend das Ergebnis.
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Jochen Gunther
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Besonders hart traf es die Beschäftigten der Metallindustrie, die brutto zwölf Prozent weniger auf der Abrechnung stehen hatten. In der Autoindustrie betrug das Gehaltsminus 8,8 Prozent.
Die Angestellten von Banken und Versicherungen mussten bei den im zweiten Quartal regelmäßig besonders hohen Sonderzahlungen kräftige Einbußen von 21,1 Prozent verkraften. Die Boni und anderen Sonderzahlungen machten nur noch ein Fünftel des Einkommens dieser Gruppe aus. Vor einem Jahr war es noch ein rundes Viertel gewesen. Das Gesamteinkommen bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern sank um 4,1 Prozent.
Relativ gut schnitten unter anderem die Erzieher mit einem Bruttolohnplus von fünf Prozent ab, das vor allem auf den erreichten Tarifabschluss zurückzuführen ist. Auch in der öffentlichen Verwaltung (+3,2 Prozent), dem Gesundheitswesen (+3,8 Prozent) und im Bergbau (+4,8 Prozent) war mehr Geld zu verdienen.
Spitzenreiter waren aber die Erbringer von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wie zum Beispiel Wirtschaftsprüfer oder Arbeitsvermittler mit einem Plus von 7,4 Prozent.
Die höchsten Durchschnitts-Bruttoverdienste wurden in den Wirtschaftszweigen Energieversorgung (4171 Euro) sowie Information und Kommunikation (4162 Euro) gezahlt. Am wenigsten gab es im Gastgewerbe mit 1885 Euro zu verdienen. (dpa)