Die Streiks in kommunalen Kindertagesstätten, Jugendeinrichtungen und Sozialämtern gehen weiter. Die Proteste könnten noch lange dauern, sagte ein Sprecherin der Gewerkschaft Verdi. Allerdings ändern Verdi und ihre Schwesterorganisation GEW ihre Strategie: In der kommenden Woche rufen sie nicht mehr bundesweit zum Ausstand auf, sondern im Wechsel in unterschiedlichen Bundesländern.
Am 2. und 3. Juni liege der Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen, teilte Verdi mit. Mit dieser neuen Planung wolle man die Eltern entlasten, damit sie nur für kurze Zeit von Kita-Schließungen betroffen seien.
Die kommunalen Arbeitgeber hatten am Mittwoch ein erstes Angebot für einen Tarifvertrag zum Gesundheitsschutz vorgelegt. Danach sollen Beschäftigte einbezogen werden, wenn Belastungen am Arbeitsplatz beurteilt werden. Zudem soll es künftig möglich sein, betriebliche Kommissionen einzurichten, die Vorschläge zum Gesundheitsschutz machen.
Verdi-Vorstand Achim Meerkamp wies die Offerte zurück: Das Angebot beinhalte keine Rechte für die 220 000 Beschäftigten im kommunalen Erziehungs- und Sozialdienst. "Es enthält lediglich Kann-Regelungen. Gesundheitsschutz soll nach Belieben erfolgen", kritsierte er. Die Gewerkschaften beschlossen deshalb, den Ausstand fortzusetzen.
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