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Euro-Krise: EZB versorgt Banken mit 56,9 Milliarden Euro

Es ist ein Instrument aus den Zeiten der ersten Finanzkrise: Die Europäische Zentralbank verleiht Geld an 181 Finanzinstitute, damit diese flüssig bleiben, wenn es in Griechenland zur Staatspleite kommen sollte.

Die Jahrestender wurden von der EZB Anfang Oktober reaktiviert, nachdem es wegen der Schuldenkrise zu deutlichen Verspannungen zwischen den Geschäftsbanken gekommen war. Foto: Arne Dedert
Die Jahrestender wurden von der EZB Anfang Oktober reaktiviert, nachdem es wegen der Schuldenkrise zu deutlichen Verspannungen zwischen den Geschäftsbanken gekommen war. Foto: Arne Dedert
Frankfurt –  

Im Kampf gegen eine drohende Bankenkrise hat die Europäische Zentralbank (EZB) Kreditinstitute mit reichlich Liquidität über einen ungewöhnlich langen Zeitraum von einem Jahr versorgt.

Insgesamt liehen sich am Mittwoch 181 Institute 56,9 Milliarden Euro über das Refinanzierungsgeschäft, wie die EZB in Frankfurt mitteilte. Die Nachfrage der Banken fiel damit deutlich geringer aus als zu Zeiten der Finanzkrise.

"Der Bedarf ist längst nicht vergleichbar mit der Nachfrage nach der Lehman-Pleite", sagte Commerzbank-Ökonom Michael Schubert. Auf dem Höhepunkt der Krise hätten sich die Banken mehr als 400 Milliarden Euro bei der EZB geliehen. Ein weiterer Jahrestender ist für Dezember geplant.

Die Währungshüter hatten das Instrument aus den Zeiten der Finanzkrise Anfang Oktober reaktiviert. Die Banken zögern wegen der Euro-Schuldenkrise wieder, sich gegenseitig Geld zu leihen. Das weckte Befürchtungen, der Geldhandel könnte - wie nach der Pleite der US-Bank Lehman Brothers - erneut austrocknen. (dpa)

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Datum:  26 | 10 | 2011
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