Das von einer schweren Haushaltskrise betroffene Griechenland kann auf Hilfe der anderen Euro-Länder hoffen. Wie am Dienstag aus Koalitionskreisen in Berlin verlautete, würden von den Regierungen und Notenbanken der Euro-Länder verschiedene Möglichkeiten erörtert, darunter auch bilaterale Hilfen. Es sei aber noch nichts entschieden.
Griechenland müsse weiter Vorleistungen bieten, wie es seine Schuldenprobleme in den Griff bekommen will. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, es werde daran gearbeitet, in Vorbereitung auf den Europäischen Rat mit Griechenland weitergehende Sanierungsschritte auszuloten, die die Märkte beruhigen. Zuvor hatte Außenminister Guido Westerwelle (FDP) "ausdrücklich" die von Athen eingeleiteten Reformanstrengungen gelobt. "Die Griechen haben verstanden, wie nahe sie am Abgrund stehen", sagte er bei einer Ausschussanhörung im Bundestag. Die Euro-Länder und Deutschland hätten ein "massives Interesse, Griechenland nicht weiter ins Gerede zu bringen". Die Verschuldung Griechenlands wird am Donnerstag auch die Teilnehmer des EU-Sondergipfels beschäftigen.
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Der scheidende EU-Wirtschaftskommissar Joaquin Almunia sagte, der Gipfel solle deutlich machen, dass Griechenland Unterstützung bekomme im Gegenzug für klare Verpflichtungen. "Man unterstützt nicht gratis. Das würde nur die Grundlage für künftige Ungleichgewichte und Krisen legen", sagte Almunia. Trichet-Flug hilft Euro. Die Haushaltsprobleme des Landes lasten seit Wochen auf dem Euro und sorgen an den Finanzmärkten für steigende Nervosität. Eine kurzfristige Änderung der Reisepläne von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet wegen des EU-Sondergipfels am Donnerstag führte beim Euro zu Kursgewinnen.
Trichet sei spontan früher als geplant wegen eines Sondertreffens von einer Zentralbankkonferenz in Sydney abgereist, sagte ein Mitarbeiter der australischen Notenbank. Ein Sprecher der EZB erläuterte daraufhin, Trichets Teilnahme am EU-Gipfel in Brüssel habe schon länger festgestanden. (mbe/dpa/rtr)
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