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Firmenjäger ohne Pulver: Private-Equity-Branche muss sich neu sortieren

Die Finanzkrise verdirbt der Beteiligungsbranche in Deutschland das Geschäft. Nur wenige Private-Equity-Gesellschaften versuchten in diesem Jahr, frisches Geld von Investoren einzuwerben, berichtet der Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK).

Die Pleite von Lehman Brothers hat die Branche im Herbst so geschockt, dass ihre Ausgaben 2008 um 21 Prozent auf 8,4 Milliarden Euro schrumpften. Im vierten Quartal war es gerade noch eine halbe Milliarde Euro. Ende des Jahres waren 6200 Unternehmen mit 212 Milliarden Euro Umsatz und 1,2 Millionen Beschäftigten in der Hand der Private-Equity-Branche.

Die Beteiligungsgesellschaften stehen nun vor unerwarteten Herausforderungen. "Die Finanzierungskonzepte müssen überarbeitet werden, weil die Banken ihre Kreditbedingungen verschärfen", sagt Verbandsgeschäftsführerin Dörte Höppner. Die Branche hatte ihre Beteiligungen in der Vergangenheit vor allem über Bankenkredite finanziert. Die meisten Beteiligungsfirmen erwarteten in der Rezession steigende Zahlen von Insolvenzen.

Weil auch die Private-Equity-Investoren selbst kaum noch an Kredite für große Unternehmenskäufe kämen, steige im laufenden Jahr die Zahl der komplett eigenfinanzierten Übernahmen. Unternehmen seien heute zu einem Drittel oder einem Viertel ihres früheren Wertes zu kaufen, sagte BVK-Vorstand Hanns Ostmeier. Doch die unsichere Bewertung mache den Firmenjägern Kopfzerbrechen, sagte Ostmeier. Derzeit ließen sich kaum verlässlich operative Gewinne prognostizieren, nach denen sich die Kaufpreise meist richten. rtr

Datum:  10 | 3 | 2009
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