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Fotobranche: Kodak droht der Börsen-Rauswurf

Der US-amerikanische Fotopionier Kodak rutscht immer weiter in die Krise. Der Umstieg von der analogen zur digitalen Fotografie lässt den Absatz des Konzerns seit Jahren sinken. Die Anleger flüchten, jetzt droht neuer Ärger an den Börsen.

Der legendäre Kodachrome-Film ist Geschichte
Der legendäre Kodachrome-Film ist Geschichte
Foto: dap/ David Duprey

Für den angeschlagenen Fotopionier Kodak wird die Lage immer brenzliger. Dem US-Konzern droht der Ausschluss von der New Yorker Börse. Grund ist, dass der Aktienkurs infolge der finanziellen Probleme auf unter 1 Dollar eingebrochen ist. Der Börsenbetreiber NYSE duldet derartige „Penny Stocks“ nur für begrenzte Zeit.


Das Traditionsunternehmen Kodak, das seit langer Zeit unter dem Wandel von der analogen zur digitalen Fotografie leidet, erklärte, von der NYSE am Dienstag über den möglichen Rauswurf informiert worden zu sein. Der Fotokonzern hat nun sechs Monate Zeit, sich wieder zu berappeln, ansonsten muss sich Kodak nach alternativen Handelsplätzen umsehen. Das dürfte weitere Anleger verprellen. Viele Investoren sind bereits geflüchtet. Zuletzt hatte die Kodak-Aktie am 7. Dezember über der 1-Dollar-Marke geschlossen. Am Dienstag beendete sie den Handel bei 0,655 Dollar. Vor einem Jahr war Kodak noch fast zehnmal soviel wert. Es folgten hohe Verluste und die Barbestände schmolzen rasant dahin.


Die Eastman Kodak Company, wie das Unternehmen vollständig heißt war früher einer der bedeutendsten Fotokonzerne der Welt und scheffelte vor allem mit Kleinbild-Filmen jede Menge Geld. Der Markt ist jedoch mit dem Aufkommen der Digitalkameras zusammengebrochen, überdies sah sich Kodak plötzlich neuen Wettbewerbern aus der Unterhaltungselektronik-Branche gegenüber. Bei Kodak kamen in den vergangenen Wochen wiederholt Insolvenzgerüchte auf. (dpa)

Datum:  4 | 1 | 2012
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