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05. Oktober 2010

Frankfurter Immobilienmarkt: Opernturm im Blick

Hauptmieter des Opernturms ist die Großbank UBS.  Foto: Kraus

Im schwierigen Verkaufsprozess für den Frankfurter Opernturm zeichnet sich eine Lösung ab. Offenbar steht die US-Investmentbank JP Morgan vor dem Kauf der Immobilie.

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Frankfurt –  

Der US-Projektentwickler Tishman Speyer werde das 168 Meter hohe Gebäude gegenüber der Alten Oper an JP Morgan Asset Management, eine Tochter der US-Investmentbank JP Morgan, verkaufen, berichten Medien. Gegenüber der Frankfurter Rundschau wollten beide Unternehmen am Dienstag aber keinen Kommentar dazu abgeben.

Nach Informationen des Handelsblatts ist JP Morgan der letzte verbliebene Bieter, der nun den Kauf zwei Wochen lang exklusiv prüfen darf. Der Verkaufspreis solle dem Vernehmen nach weniger als 600 Millionen Euro betragen. Die Zeitung beruft sich auf informierte Kreise. JP Morgan Asset Management habe Mitte September angekündigt, ein Team von Immobilienprofis „zur Akquisition und Betreuung lokaler Bestände“ aus London nach Frankfurt zu schicken, heißt es.

Der Verkauf des Opernturms mit seinen 42 Etagen und gut 60 000 Quadratmetern Fläche war im Herbst 2008 wegen der Finanzkrise geplatzt. Der offene Immobilienfonds Kanam Grundinvest hatte vor zwei Jahren überraschend auf eine entsprechende Kaufoption verzichtet.

Hauptmieter des Frankfurter Wahrzeichens ist die Schweizer Großbank UBS. Weitere Flächen belegen die Anwaltssozietät K&L Gates LLP und die internationale Investitionsgesellschaft 3i. Im Erdgeschoss hat der Versand- und Einzelhandelsspezialist Manufactum ein Warenhaus mit 1400 Quadratmeter Fläche eröffnet. Die bisher unterzeichneten Mietverträge haben laut Betreibergesellschaft Laufzeiten von durchschnittlich 13 Jahren. Zu Jahresbeginn waren 85 Prozent der Mietfläche vergeben.

Frankfurt gilt als lukrativer, aber schwieriger Immobilienmarkt. Die Spitzenpreise sind bundesweit top, der Leerstand ist es aber auch. Zwei Millionen Quadratmeter Bürofläche sind derzeit nicht dauerhaft vermietet, das entspricht einem Areal von rund 280 Fußballfeldern. Mehr als 14 Prozent der vorhandenen Flächen stehen damit leer – Tendenz weiter steigend. ( pdi/rtr)

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