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04. Juni 2011

Französische Studie: Südeuropäer arbeiten länger als Deutsche

Die Deutschen arbeiten weder länger, noch sind sie dabei produktiver als Südeuropäer, heißt es in einer französischen Studie.  Foto: dapd

Eine Studie einer französischen Bank über die Arbeitszeiten in Europa widerlegt noch einmal die Kritik von Bundeskanzlerin Merkel an der Arbeitsmoral in den südlichen Euro-Ländern. Dort werde deutlich länger gearbeitet als hier.

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Laut der Studie der Natixis-Bank, die sich in erster Linie auf Zahlen des Statistikamts Eurostat und der OECD bezieht, beträgt die jährliche Arbeitszeit eines Deutschen im Durchschnitt 1390 Stunden. Ein Grieche arbeitet demnach durchschnittlich 2119 Stunden im Jahr, ein Italiener 1773 Stunden, ein Portugiese 1719, ein Spanier 1654 und ein Franzose 1554 Stunden.

Laut der Bank-Studie entspricht die Produktivität eines deutschen Arbeiters „dem Durchschnitt der südlichen Länder“. Zwar liege die Arbeitsproduktivität nach Stunden gemessen über dem Durchschnitt aller Südländer zusammen, sei jedoch nicht höher als in Frankreich und Griechenland. Auch bei der Rente liege Merkel mit ihrer Kritik nicht richtig, heißt es in der Studie weiter. Demnach scheiden die Deutschen derzeit im Durchschnitt mit 62,2 Jahren aus dem Erwerbsleben, die Portugiesen mit 62,6 und die Spanier mit 62,3 Jahren. Griechenland liege derzeit mit 61,5 Jahren zwar noch knapp darunter, doch steuere Athen mit der im Frühjahr 2010 beschlossenen Rentenanhebung bereits dagegen.

„Die Deutschen arbeiten viel weniger als die Süd-Europäer. Sie arbeiten auch nicht intensiver“, zieht der Autor der Studie, Natixis-Chefökonom Patrick Artus, das Fazit. Nach seinen Worten zielt Merkel mit ihrer Kritik an den „wahren Problemen“ der notleidenden südlichen Euro-Staaten vorbei. Deutschlands starke Wirtschaftsleistung liege vielmehr an den Innovations- und Spezialisierungsbemühungen seiner Spitzen-Industrien, den hohen Sparleistungen des privaten Sektors sowie an seinen gut ausgebildeten Arbeitskräften.

Merkel hatte Mitte Mai die nach ihrer Ansicht großzügigen Urlaubs- und Rentenregelungen der südeuropäischen Länder kritisiert und gesagt, dass sich die Euro-Krise nur dann lösen lasse, wenn sich alle „ein wenig gleich anstrengen“. (afp)

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