Frauen in den Chefetagen großer deutscher Firmen sind ungefähr so selten wie eine Blaue Mauritius. Eine Gesetzesänderung würde helfen. Von Marie-Sophie Adeoso, Daniel Baumann und Bernd Salzmann
Regine Stachelhaus zieht Ende Juni in den Vorstand des Energiekonzerns Eon ein. Eine solche Position ist in deutschen Großunternehmen noch immer äußerst selten.
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Regine Stachelhaus zieht Ende Juni in den Vorstand des Energiekonzerns Eon ein. Eine solche Position ist in deutschen Großunternehmen noch immer äußerst selten.
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Frauen wie Regine Stachelhaus sind immer eine Meldung wert. Sie sind ungefähr so selten wie eine Blaue Mauritius. Die 55-jährige Managerin zieht Ende Juni in den Vorstand des größten privaten Energiekonzerns in Europa ein. Solche Spitzenpositionen in Dax-Konzernen sind traditionell Männern vorbehalten.
Bislang ist Barbara Kux bei Siemens die einzige Frau in einem Vorstand der 30 Blue Chips, die im deutschen Leitindex notiert sind.
Die Chefetagen in der deutschen Wirtschaft sind eine Männerdomäne. Eine gerade veröffentlichte Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) trägt den vielsagenden Titel "Frauen kommen auf den Chefetagen nicht voran". Die Studie belegt: Innerhalb von vier Jahren haben die Frauen in den Führungszirkeln kaum Boden gutgemacht. Grundlage der Untersuchung ist eine Umfrage in rund 16.000 Betrieben.
Die Untersuchung passt ins Bild: Das Deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hat ermittelt, dass der Frauenanteil in den Vorständen der 100 umsatzstärksten Firmen im vergangenen Jahr sogar unter ein Prozent zurückgegangen ist.
Machtpositionen ohne Frauen
Berufe - wie angesehen sie sind
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Berufe - wie angesehen sie sind
Platz 29: Sie versprechen Schutz vor Schaden - und kassieren erstmal für ihre Hilfe beim Ausfüllen: Versicherungsvertreter stehen in der Beliebtheitsliste der Deutschen ganz unten. Nur zwölf Prozent der Befragten erkennen bei ihnen ein hohes Ansehen.
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Platz 27: Wegen gleicher Punktzahl springen wir gleich zwei Plätze weiter. Bei rosa sehen manche schwarz. Dass Beschäftigte der Deutschen Telekom besonders angesehen seien, zu dieser Aussage können sich gerade einmal 16 Prozent der Befragten durchringen. Tendenz: steigend.
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Platz 27: Sie erfinden Sprüche, die die halbe Welt kennt, und reizende Verpackungen dazu. Dennoch - oder deshalb? - trauen viele Beschäftigten in Werbeagenturen offenbar nicht über den Weg. 16 Prozent mit fallender Tendenz.
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Platz 26: Für die Kunstfigur Horst Schlämmer begeistern sich die Deutschen, für echte Politiker kaum. Besondere Achtung können 23 Prozent sehen - immerhin drei Prozentpunkte mehr als 2007 und zwei mehr als 2008.
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Platz 25: Um fünf Prozentpunkte steigt das Ansehen von Gewerkschaftsfunktionären - jetzt auf 28 Prozent. Allerdings schadet unseres Erachtens der Anhang "Funktionär" jeder Berufsgruppe.
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Platz 24: Im eigenen Haus hat man sie nicht gerne. Aber immerhin ist die Freude groß, wenn sie einen großen Fisch an (Steuer-)Land ziehen. Steuerinspektoren kommen auf 32 Prozent (plus vier).
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Platz 23: Die Beamten haben deutliche Zuwachsraten im Ansehen. Von 27 Prozent arbeiteten sie sich in zwei Jahren auf 33 Prozent hoch. Vielleicht tragen ja solche lustigen Umfragen wie diese zur Erkenntnis bei, dass Beamte nicht langweilig sein müssen.
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Platz 22: Der Absturz des Jahres. Ein Minus von beachtlichen neun Prozentpunkten haben sich die Manager eingebrockt. Dafür gibt's keinen Bonus. Nur noch 28 Prozent sagen, Manager sind hoch angesehen.
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Platz 21: Sparkassen galten vor nicht allzu langer Zeit als eher langweilig. Doch in der Finanzkrise punkteten sie als zuverlässig. Das zeigt sich auch im Ansehen: Es steigt seit 2007 um vier auf 37 Prozent.
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Platz 20: "Die Fahrausweise bitte" - wer so am Morgen Menschen aus den Schlaf weckt, macht sich wenig beliebt. Aber Schaffner haben wohl auch ihre Vor-Züge - sonst kämen sie nicht auf 38 Prozent.
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Platz 19: Hat der Bankangestellte Sie gut beraten? 36 Prozent der Befragten schätzen jedenfalls Menschen mit diesem Beruf. Das sind zwei Prozent weniger als 2007 - und beachtliche fünf Prozent weniger als 2008.
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Platz 18: Viele Kabel und Geräte sind nötig, damit EDV-Sachbearbeiter ihre Daten eingeben können. Eine Beschäftigung, die oft Konzentration und Durchhaltevermögen erfordert. Dennoch sind die Vertreter dieses Berufs nur durchschnittlich angesehen - 39 Prozent.
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Platz 17: Sie sitzen in seltsamen, ufo-artigen Gebäuden und grübeln vor ihren Rechnern - und sind gar nicht soooo wenig beliebt, wie oft behauptet. 46 Prozent der Befragten sagen, Journalisten hätten ein hohes Ansehen.
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Platz 16: Steuerberater helfen, Geld zu sparen - und wollen Geld dafür. Dieses unter dem Strich manchmal ausgewogene Verhältnis spiegelt sich in einer Mittelfeld-Position in der Hitliste wider: 47 Prozent - konstant seit drei Jahren.
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Platz 15: Studienräte sind Beamte im höheren Dienst, die meist im Klassenzimmer arbeiten. In der Schule sind sie höher angesehen als einfache Lehrer, bei der Mehrheit der Deutschen verhält es sich anders herum. Studienräte stehen bei 53 Prozent der Befragten hoch im Kurs. Das Lehrerergebnis kommt noch.
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Platz 14: Manche Arbeiten gelten als einfach, sind aber dennoch unerlässlich. 59 Prozent der Deutschen schätzen ihren Briefträger - mit sieben Prozent die größte Steigerungsrate verglichen mit dem Jahr 2007.
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Platz 12: Weil sich nicht jeder das Gesetzbuch unter den Arm klemmen will, gibt es Anwälte. 58 Prozent der Befragten schätzen sie.
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Platz 12: Hier wird ein Chefsessel hergestellt - wer hier mal drauf sitzt, kann sich als Unternehmer der Anerkennung von 58 Prozent der Befragten sicher sein.
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Platz 11: Ein dichtes Haus ist eine sinnvolle Sache. Kein Wunder, dass man Dachdecker gerne sieht. Ergebnis: 62 Prozent.
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Platz 10: Willkommen in der Top-Ten. Techniker haben bei 64 Prozent der Befragten hohes Ansehen.
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Platz 7: Hier nun kommen wie versprochen die Lehrerinnen und Lehrer. Bei 67 Prozent der Deutschen sind sie hoch angesehen - wer hätte das gedacht. Die jüngsten Befragten sind übrigens 14 Jahre alt.
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Platz 7: Müllmänner kommen ebenfalls auf 67 Prozent. - Bei dieser Gelegenheit eine kleine Zwischenbilanz: Herkömmliche Lehrer sind zwar deutlich beliebter als höhere Studienräte - aber zugleich genauso angesehen wie Müllmänner. Was zeigt: Die Arbeit mit den Tonnen ist anerkannt wichtig.
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Platz 7: Jim Knopf und Lukas - Lokomotivführer sind nicht nur bei den Kleinen beliebt. Auch sie kommen auf 67 Prozent. Im Jahr 2008 waren es noch zwei Prozentpunkte weniger - möglicherweise wirkten hier die Streiks nach.
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Platz 5: Sie verteilen eben nicht nur Strafzettel - in der Not helfen Sie auch: 78 der Deutschen sagen, Polizisten haben ein hohes Ansehen.
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Platz 5: Wie würde Sie entscheiden? Richter studieren Akten und hören Menschen zu. 78 Prozent blicken zu ihnen auf.
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Platz 4: Endspurt. Als die Umfrage lief, war Schmiergeld im Gesundheitswesen noch kein Thema. So sagen 84 Prozent, Ärzte hätten hohes Ansehen. Die Tendenz: sinkend.
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Platz 3: Jeder Handgriff muss sitzen. 86 Prozent der Deutschen haben Respekt vor Piloten.
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Platz 2: Wer hätte es gedacht? Krankenpflegerinnen und ihre männlichen Kollegen sind angesehener als Ärzte: 88 Prozent.
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Platz 1: Helden, die durch die Flammen gehen: An ihre Feuerwehrmänner lassen die Deutschen kaum etwas kommen. 93 von 100 Befragten bescheinigen ihnen hohes Ansehen. Glückwunsch!
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Welcher Beruf ist was für mich?, fragen sich Jugendliche Jahr für Jahr. Und sie überlegen dabei oft unbewusst mit, wie angesehen ihr künftiger Job wohl ist. Der Beamtenbund wollte es genau wissen - und ließ 3000 Bürger befragen, wie hoch bei ihnen bestimmte Berufe im Kurs sehen. Nachfolgend das Ergebnis.
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Die Kluft beim Durchschnittsslohn
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Die Kluft beim Durchschnittsslohn
Bergmann heißt es, nicht Bergfrau. Bis heute sind nur wenig Frauen im Bergbau tätig. Dabei werden sie einigermaßen gleich gut bezahlt. Frauen verdienen hier nur drei Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.
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Im verarbeitenden Gewerbe sieht es wesentlich schlechter aus für Frauen. Hier verdienen sie 29 Prozent weniger als Männer.
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In der Energiewirtschaft bekommen Männer 21 Prozent mehr Lohn.
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Auch bei den Stadtwerken, die für die Wasserversorgung und die Abfall- und Abwasserversorgung zuständig sind, arbeiten klassischerweise Männer - und verdienen 9 Prozent mehr als Frauen.
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Im Baugewerbe sieht es ähnlich aus. Hier liegt die Kluft im Durchschnittslohn zwischen Männern und Frauen bei 14 Prozent.
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Automechaniker oder Autohändler - auch klassische Männerberufe. Wenn sich Frauen dennoch in diese Branche wagen, verdienen sie sogar ein Viertel weniger als ihre männlichen Kollegen.
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Im Verkehr und der Lagerei sind es nur sieben Prozent.
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In der Gastronomie hingegen sind vorwiegend Frauen beschäftigt. Trotzdem verdienen die wenigen Männer hier 13 Prozent mehr.
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Im Bereich Information und Kommunikation klafft die Lücke zwischen dem Durchschnittsverdienst von Männer und Frauen extrem auseinander: Frauen verdienen hier 29 Prozent weniger als Männer.
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Auch in der Finanz- und Versicherungsbranche ist die Kluft sehr groß. Hier sind Frauen in der Minderheit, nur wenige an der Spitze und durchschnittlich verdienen sie 29 Prozent weniger als die Männer.
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Im Grundstrücks- und Wohnungswesen liegt der Unterschied bei 21 Prozent.
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Der größte Unterschied in der Bezahlung zeigt sich aber hier: Die Erbringung von freiberuflicher, wissenschaftlicher und technischer Dienstleistung bringt Frauen 34 Prozent weniger Lohn.
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Bei sonstigen wirtschaftlichen Diensleistungen liegt der Unterschied in der Bezahlung bei 16 Prozent.
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Lehrerin und Erzieherin hingegen sind klassische Frauenberufe. Trotzdem werden Frauen in diesem Bereich 16 Prozent schlechter bezahlt als Männer.
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Pflegen und helfen können Frauen besser, so lautet das Klischee. Trotzdem verdienen Frauen im Gesundheits- und Sozialwesen 24 knapp ein Viertel weniger als Männer.
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In der Kunst- und Unterhaltungsbranche verdienen Frauen sogar 31 Prozent weniger.
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Bei der Erbringung von sonstigen Diensteislungen verdienen Frauen 28 Prozent weniger.
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Frauen verdienen im Durchschnitt weniger als Männer. Die EU will Unternehmen nun zwingen, diese Ungerechtigkeit zu beenden. Wir zeigen wo die Kluft am größten ist.
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Besonders dort, wo es um wirtschaftliche Macht geht, sind Frauen in der ersten Garde "wenig vertreten", fanden die IAB-Autorinnen Susanne Kohaut und Iris Möller heraus. So stellen Frauen in Betrieben des Finanzsektors zwar mehr als die Hälfte der Beschäftigten, doch nach Frau Ackermann suchen Forscher vergebens.
Was für Deutschland gilt, trifft − von wenigen Ausnahmen abgesehen − für Gesamteuropa zu. Tatsächlich sind Europäerinnen in wirtschaftlichen Entscheidungsprozessen stark unterrepräsentiert. Fast 89 Prozent der Aufsichtsräte der größten börsennotierten Unternehmen zwischen Schwarzem Meer und Atlantik sind männlich; nur drei Prozent dieser Firmen haben eine Chefin an der Spitze.
Sämtliche Zentralbanken in Europa unterstehen Männern und in den Entscheidungsgremien besetzen Frauen im Schnitt weniger als ein Fünftel der Positionen. Die Vorstände der Deutschen Bundesbank und der Zentralbanken in Zypern, Luxemburg, Österreich und Slowenien sind komplett in Männerhand.
Keiner kann mit Sicherheit sagen, ob wir weniger tief in der Krise stecken würden, wären mehr Top-Manager weiblich. Sicher aber ist: Mehr weibliche Führungskräfte könnten bei der Bewältigung der Krise helfen. Das jedenfalls legt ein Bericht der EU-Kommission nahe: "Wenn Europa es ernst meint und die Krise wirklich überwinden und eine wettbewerbsfähige Wirtschaft dank eines intelligenten Wachstums ohne Ausgrenzung schaffen will, dann müssen wir die Talente und Fähigkeiten der Frauen besser nutzen."
Der Bericht von EU-Vizepräsidentin Viviane Reding stützt sich auf zahlreiche Studien, die einen Zusammenhang zwischen dem Frauenanteil und der wirtschaftlichen Leistungskraft eines Unternehmens nachweisen.
Ergebnisse aus Finnland zeigen, dass Unternehmen mit ausgeglichener Führung rund zehn Prozent mehr Gewinn erzielen. In Frankreich kamen unter den Top 40 börsennotierten Unternehmen jene mit mehr weiblichen Entscheidungsträgern glimpflicher durch die Krise als der Rest. Und einer Studie der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft zufolge würde das Bruttoinlandsprodukt europäischer Staaten um 15 bis 45 Prozent steigen, wenn sie geschlechtsspezifische Unterschiede in der Wirtschaft beseitigten.
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