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Führungspositionen: Von der Leyen fordert Frauenquote in Aufsichtsräten

Ursula von der Leyen droht Firmen mit staatlichen Sanktionen, sollten sie keine Frauenquote von 30 Prozent in Aufsichtsräten realisieren. "Im internationalen Vergleich sind wir auf Augenhöhe mit Indien", kritisiert die Arbeitsministerin.

Will die Frauenquote auf den Weg bringen: von der Leyen.
Will die Frauenquote auf den Weg bringen: von der Leyen.
Foto: Reuters
Hamburg –  

Wegen der geringen Zahl an Frauen in Führungspositionen hat Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) die großen Unternehmen in Deutschland scharf attackiert. Im Hamburger Abendblatt spricht sich von der Leyen für eine gesetzliche Quote von 30 Prozent Frauen in Aufsichtsräten bis 2018 aus und droht mit staatlichen Sanktionen.

„Ich diskutiere jetzt ein Jahr darüber, dass Deutschland nicht mehr mit dieser Visitenkarte auftreten kann, dass in Großkonzernen quasi keine Frauen in Vorstand und Aufsichtsrat sind. Im internationalen Vergleich sind wir schlechter als Brasilien, auf Augenhöhe mit Indien.“

Quote soll bis 2018 in Kraft sein

Nachdem in den letzten zehn Jahren alle Versprechen der Großkonzerne nicht eingehalten worden seien, sollten klare Spielregeln gesetzt werden. „2018 sollten wir 30 Prozent Frauen in Aufsichtsräten haben. Auf dem Weg dorthin können wir flexibel sein, beim Ziel nicht“, sagte von der Leyen.

Von der Leyen schlug für Großkonzerne ein Modell vor wie in Frankreich. Dort müssten Aufsichtsräte neu gewählt werden, die die Frauenquote nicht erfüllen. Außerdem würden Sitzungsgelder nicht ausgezahlt. (dapd)

Datum:  6 | 1 | 2012
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