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04. Januar 2013

Fußball Bundesliga: Telekom und Sky einigen sich

Sky zeigt die Fußball-Bundesliga künftig auch bei der Telekom. Foto: dpa

Der Bezahlsender Sky zeigt seine Programme künftig im Fernsehangebot der Deutschen Telekom - Fußballfans kommen dann in Deutschland nicht mehr an Sky vorbei.

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Fußballfans kommen in Deutschland bald nicht mehr an Sky vorbei. Der PayTV-Sender zeigt seine Programme künftig im Fernsehangebot der Deutschen Telekom - die Bonner waren mit knapp zwei Millionen Haushalten der letzte große Anbieter, der Sky größtenteils aussperrte. Ab Mitte 2013 können Kunden des Telekom-Fernsehens Entertain erstmals Live-Spiele der Fußballbundesliga und weitere Programme von Sky wie Filmsender abonnieren, wie beide Unternehmen am Freitag mitteilten.

Der Vertrag laufe bis Mitte 2017 und umfasse auch eine gemeinsame Vermarktung. Konkretes zu den Details der Zusammenarbeit und den Abo-Preisen wollten die Firmen nicht verraten. Das günstigste Fußballpaket kostet bei Sky üblicherweise 35 Euro pro Monat.

Die beiden Konzerne aus Bonn und München taten sich schwer, eine Einigung zu finden, da sie sich in den vergangenen Jahren auf dem deutschen PayTV-Markt einen erbitterten Schlagabtausch lieferten. Insbesondere mit dem Publikumsmagneten Bundesliga versuchte die Telekom, zahlende Zuschauer zu locken, um die Umsatzrückgänge im klassischen Telefongeschäft zu kompensieren. Das gelang aber nur begrenzt: Nach jüngstem Stand hatten etwa 190.000 der 1,9 Millionen Entertain-Kunden die Telekom-Bundesliga-Show „Liga Total“ abonniert.

Tage von "Liga Total" sind gezählt

Die Tage von „Liga Total“ sind jedoch gezählt, seitdem Sky die Telekom bei der Versteigerung der Live-Übertragungsrechte für die Topliga im Frühjahr ausgestochen hatte. Die News-Corp -Tochter zahlte eine Rekordsumme von 1,9 Milliarden Euro für die Zeit von 2013 bis 2017 - auf eine Saison umgerechnet ist das mit 468 Millionen Euro fast doppelt so viel wie bisher.

Sky bekam dafür aber auch mehr und darf künftig nicht nur im Fernsehen alle 612 Spiele der 1. und 2. Bundesliga live übertragen, sondern auch im Internet (Web-TV), auf Handys sowie im internetgestützten Fernsehen (IPTV). Bislang kontrollierte die Telekom die IPTV-Rechte. Vor der Auktion, die vom Liga-Verband DFL ausgetragen wurde, hatte die Telekom noch selbstbewusst betont, alle Live-Rechte einheimsen zu wollen. Ungelegen kamen da jedoch Medienwächter, die Zweifel daran hegten, ob die Telekom als Unternehmen mit großer Staatsbeteiligung überhaupt selbst Fernsehen betreiben darf.

Erfreulich für "Sky"

Seit dem Ende des Wettbietens rangen beide Konzerne um einen Vertrag, da die Telekom auch in der kommenden Fußball-Saison 2013/14 die Live-Spiele der Bundesliga im Programm haben wollte.

Erfreulich ist der Deal auch für Sky: Der vormals als „Premiere“ bekannte Sender kann den Millionen Telekom-Entertain-Kunden nicht nur seine Fußball-Sendungen, sondern das komplette Programm schmackhaft machen. Das ist ein wichtiger Schritt, da Sky dieses Jahr operativ schwarze Zahlen schreiben will. Der Telekom-Deal ändere nichts an diesem Ziel, sagte Sky-Chef Brian Sullivan.

An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Der Sky-Kurs stieg um rund zwei Prozent. „Sky hat seine Marktposition deutlich verbessert“, sagte DZ-Bank-Medienanalyst Harald Heider. Insbesondere die neue Möglichkeit, den Telekom-Zuschauern nicht nur Bundesliga-Fernsehen, sondern auch andere Programmpakete zu verkaufen, sei attraktiv. (rtr)

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