Obama hatte sich unmittelbar vor dem offiziellen Beginn des G20-Gipfels in Cannes mit Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy getroffen. Nach dem Gespräch sagte Obama, er habe den Eindruck, als seien die Europäer einen wichtigen Schritt in Richtung auf eine umfassende Lösung vorangekommen. Dass die Beschlüsse des Brüsseler Gipfels aus der vergangenen Woche mit dem griechischen Referendum nun zumindest in Frage gestellt werden, erwähnte Obama nicht.
Der US-Präsident mahnte, dass eine rasche Lösung der Euro-Krise das wichtigste Thema beim G20-Gipfel in Cannes sein müsse: „Wir müssen die Situation in Europa klären.“ Es gehe nicht nur zum Stabilität in der Eurozone, sondern um eine stabile Lage der Weltfinanzen.
Obama: "Freue mich, mit Angela zu arbeiten"
Nach seinem Gespräch mit Sarkozy wollte sich Obama mit Bundeskanzlerin Angela Merkel treffen. Obama lobte vor dem Gespräch ausdrücklich die Rolle Merkels bei den Euro-Krisenverhandlungen: „Ohne Angelas Führungsrolle hätte es nicht diese Fortschritte gegeben, wie sie auf dem EU-Gipfel am 27.10. vereinbart wurden.“ Obama: „Ich freue mich, mit Angela zu arbeiten.“
Als weiteres Hauptthema für Cannes nannte Obama die Erholung der Weltwirtschaft. Obama, der sich in einem Jahr Präsidentenwahlen stellen muss, leidet derzeit unter schlechten Umfragewerten. Als Hauptursache dafür gelten die flaue US-Konjunktur sowie die hohe Arbeitslosigkeit. (dpa)
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