Der US-Autokonzern General Motors verkauft seine angeschlagene schwedische Tochter an den niederländischen Sportwagen-Hersteller Spyker. GM bestätigte am Dienstag am Sitz in Detroit den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen. Damit ist eine Schließung von Saab vom Tisch.
Die "verbindliche Verkaufsvereinbarung" werde "eine nachhaltige Zukunft für diese einzigartige Marken-Ikone sichern", erklärte GM-Vizepräsident John Smith. Er sprach von einer "guten Nachricht für die Saab-Beschäftigten, Händler, Zulieferer und für die Millionen Saab-Fans weltweit". In einem neu zu gründenden Unternehmen Saab Spyker Automobiles werde der niederländische Käufer die Marke Saab fortführen.
GM hatte bereits die Abwicklung von Saab eingeleitet, parallel aber weiterhin mit Kaufinteressenten verhandelt. Saab beschäftigt derzeit noch 3400 Menschen in Schweden.
Über das Wochenende hatten sich Spyper und General Motors angenähert. Laut der Finanz-Nachrichtenagentur Bloomberg hatte Spyker-Chef Victor Muller den Amerikanern 75 Millionen Dollar in bar und Vorzugsaktien seines Unternehmens im Wert von 325 Millionen Dollar angeboten. Darüber hinaus sollte GM 100 Millionen Dollar aus der Kasse von Saab nehmen dürfen
Die US-Amerikaner verlangten allerdings, dass Spyker auch den langfristigen Betrieb sicherstellen kann. GM will verhindern, dass die angeschlagene Tochter nach einem Verkauf unkontrolliert abstürzt
GM war im vergangenen Jahr in die Insolvenz geschlittert. Nur dank einer 50 Milliarden Dollar umfassenden Finanzspritze der US-amerikanischen und der kanadischen Regierung gelang der Neustart. Whitacre räumt nun kräftig auf. Mit einer neuen Mannschaft und neuen Modellen will er das Vertrauen der Kunden zurückgewinnen. Er setzt unter anderem auf Elektrofahrzeuge. (dpa/afp)
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