Die Sanierungspläne des Autobauers Opel hat nun auch die Mutter General Motors abgesegnet. Damit wird das Unternehmen noch 2010 wieder in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, sagt Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz. Der Verwaltungrat von GM habe allen Verträgen zugestimmt.
Damit werden sich auch die Beschäftigten von Opel und der britischen Schwester Vauxhall bis 2014 mit finanziellen Zugeständnissen von jährlich 265 Millionen Euro an der Sanierung beteiligen, wenn GM Investitions- und Produktzusagen einhält.
Alle Gremien auf europäischer Seite hatten die Verträge bereits fristgerecht zum 1. September abgesegnet. Gebilligt wurde das Paket demnach sowohl von dem Europäischen Arbeitnehmerforum (EEF) von Opel und Vauxhall, dem Franz ebenfalls vorsteht, und von der Gewerkschaft als auch von dem Opel-Management mit Nick Reilly an der Spitze.
Die Zusage der Beschäftigten, sich mit finanziellen Beiträgen an der Sanierung des europäischen Autogeschäfts von GM zu beteiligen, war in Europa an die Erfüllung mehrerer Bedingungen bis 1. September geknüpft. Dazu zählen unter anderem: Keine Entlassungen bis Ende 2014, Gewinnbeteiligung der Arbeitnehmer, Rückumwandlung der Adam Opel GmbH in eine AG, erweiterte Mitbestimmung, konkrete und verbindliche Investitionszusagen des Managements, von deren Einhaltung die Arbeitnehmer ihre Sanierungsbeiträge abhängig machen.
Zur Absicherung der Arbeitnehmerbeiträge werden diese auf einem Treuhandkonto geparkt, von einem Externen verwaltet und fließen erst, wenn das Unternehmen seine Versprechen erfüllt. Dem Vernehmen nach soll es sich bei dem Treuhänder um einen Anwalt handeln
Opel-Chef Reilly steht bei der Sanierung unter wachsendem Druck von GM. Die Muttergesellschaft, selbst noch längst nicht finanziell aus dem Schneider, drängt den Manager dazu, das europäische Geschäft deutlich schneller in die Gewinnzone zu führen. Bislang peilte Reilly für 2012 schwarze Zahlen an. „Aber ich habe natürlich den Ehrgeiz, besser zu sein, als der Plan es vorsieht“, hatte Reilly kürzlich gesagt.
Dabei werde es für die Mitarbeiter aber „keine neuen negativen Überraschungen“ geben. Es bleibe beim geplanten Abbau von 8000 Stellen in Europa, sicherte Reilly zu. Einschließlich Altersteilzeit stehen von den knapp 50.000 Arbeitsplätzen auf dem Alten Kontinent an die 10.000 Stellen auf der Streichliste.
Laut Reilly will Opel außerdem mit einem Neun-Punkte-Programm den Ruf der Marke wieder aufpolieren und die Beziehungen zur Politik verbessern.
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