Die deutschen Privatbanken wollen Griechenland nicht mehr als die bisher vereinbarten 21 Prozent seiner Schulden erlassen. „Das von den europäischen Regierungschefs verabschiedete Paket sieht eine substanzielle Beteiligung privater Gläubiger vor, die nicht leicht zu schultern ist“, sagte Bankenpräsident Andreas Schmitz in der Mittwochausgabe der „Rheinischen Post“. Nun „sollte nicht an neuen Stellschrauben gedreht werden“. Schmitz lehnte auch die von den Regierungen erwogene zwangsweise Rekapitalisierung der Banken ab.
Die Regierungen der Euro-Staaten diskutieren über eine höhere Beteiligung privater Gläubiger an der Umschuldung Griechenlands. Bisher hatten die Institute zugesagt, freiwillig auf 21 Prozent ihrer Forderungen zu verzichten.
Börse hofft auf ein "Ja" von der Slowakei
Die Hoffnung auf ein weiteres - und dann positives - Votum des slowakischen Parlaments zur Ausweitung des EFSF-Rettungsschirms hat am Mittwoch den Euro gestützt. Die Gemeinschaftswährung notierte am Vormittag mit 1,3655 Dollar auf dem New Yorker Schlussniveau von 1,3650 Dollar. Das Parlament in Bratislava hatte am Vorabend gegen die Maßnahmen gestimmt. Doch wird nun erwartet, dass es bei einer zweiten Abstimmung eine Mehrheit dafür geben wird . „Immer noch stehen also die Chancen gut, dass die EFSF-Aufstockung und die Erweiterung der EFSF-Aufgaben klappen“, stellten die Analysten der Commerzbank in ihrem Morgenkommentar fest. Die nun in der Slowakei ausgebrochene Regierungskrise mache aber deutlich: „Der politische Preis, den Europa zahlen muss, ist verdammt hoch“, fügten die Analysten hinzu.
Am Rentenmarkt zogen die Kurse leicht an, nachdem die europäischen Aktienbörsen im Minus begannen. Der Bund-Future legte 26 Ticks auf 134,80 Punkte zu. (dapd)
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