Wenn alles gut gegangen wäre, hätte Telekom-Chef René Obermann diesmal nicht vor schlecht gelaunten Aktionären seine Rede gehalten, sondern in Feiertagsstimmung. Vor einem Jahr hatte Obermann auf der Hauptversammlung die Vereinbarung mit At&T verkündet, die eigene Tochter T-Mobile USA für 39 Milliarden Dollar an den amerikanischen Konkurrenten zu verkaufen. Das verhinderten schließlich die US-Kartellwächter, und nun fehlt Obermann das Geld, einerseits die üppigen Schulden abzubauen und andererseits offensiv in neue Sparten zu investieren.
Neue Optionen für US-Tochter
Der große Befreiungsschlag des nach Umsatz schrumpfenden Konzerns blieb aus. Aber immerhin, das Scheitern in Amerika nahmen die Aktionäre nicht übel. „Im Nachhinein ist es richtig, dass Sie das gemacht haben“, sagte etwa Lars Labryga von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger“ (SdK). Obermann versicherte, die Telekom suche weiter eine langfristige Lösung für ihr US-Geschäft, um dort die Erträge zu verbessern. Ein vollständiger Verkauf sei jedoch nicht mehr wahrscheinlich. Es würden andere Optionen geprüft.
Die Telekom stehe nach dem Platzen des Deals nicht mit leeren Händen da. Obermann hatte sich von AT&T Ausgleichszahlungen für den Fall des Scheiterns in Höhe von drei Milliarden Dollar in bar zusichern lassen sowie ein Paket Mobilfunkfrequenzen, dessen Wert er auf weitere drei Milliarden Dollar taxiert. „Gratulation“, kommentierte Marc Tüngler von der Deutschen Schutzgemeinschaft für Wertpapierbesitz (DSW) diesen Sonderprofit.
Ansonsten bekam der Telekom-Vorstand vor allem Unmut zu hören. Der schwache Aktienkurs ist seit Jahren Aufreger auf den Aktionärstreffen. Obermann habe bei seinem Amtsantritt vor sechs Jahren angekündigt, er lasse sich am Börsenkurs messen. Seitdem habe sich der Wert von 13 auf unter neun Euro weiter verringert, rügten Anleger: „Wir wollen mehr.“ Die Telekom steht massiv unter Druck. Das Geschäft mit den klassischen Telefonnetzen schrumpft weiter. Zwei Tage vor der Hauptversammlung war bekannt geworden, dass die Telekom im heimischen Mobilfunkmarkt die Spitzenposition an Vodafone verloren hat.
Die Enttarnung geheimer Geschäfte in Steueroasen beschäftigt Politik und Wirtschaft. Berichte und Hintergründe finden Sie in der Offshore Leaks-Themensammlung.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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