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07. November 2014

Hessischer Gründerpreis: "Es ist ein Wahnsinn"

 Von 
Die Jung-Unternehmer Christopher (l.) und Bastian Nitzschke.  Foto: Privat

Bastian und Christopher Nitzschke haben ein Portal gegründet, dass Monteur-Unterkünfte anbietet. Mittlerweile hat die Internetseite mein-monteurzimmer.de das deutschlandweit größte Angebot. Das hat ihnen eine Nominierung für den Hessischen Gründerpreis eingebracht. Die weiteren Finalisten sind Sven Junglas mit seiner Internetseite meinunternehmensfilm.de sowie Anna Hein und Ilona Heil mit ihrem Café Glück in Fulda

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Bastian und Christopher Nitzschke haben ein Portal gegründet, dass Monteur-Unterkünfte anbietet. Mittlerweile hat die Internetseite mein-monteurzimmer.de das deutschlandweit größte Angebot. Das hat ihnen eine Nominierung für den Hessischen Gründerpreis eingebracht. Die weiteren Finalisten sind Sven Junglas mit seiner Internetseite meinunternehmensfilm.de sowie Anna Hein und Ilona Heil mit ihrem Café Glück in Fulda

Bastian Nitzschke kann es manchmal gar nicht so recht fassen: „Es ist Wahnsinn, wir sind kontinuierlich gewachsen.“ Mit wir, meint er sich und seinen Bruder Christopher, die im September 2013 mit der Internetseite mein-monteurzimmer.de online gegangen sind. Ein Jahr später hat die Seite das deutschlandweit größte Angebot an Unterkünften für Monteure und die Brüder weitere 14 Mitarbeiter. Dafür sind sie für den Hessischen Gründerpreis in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“ nominiert, der am 12. November in Gelnhausen vergeben wird. Zu den Finalisten gehören ebenfalls die Internetseite meinunternehmensfilm.de sowie das Café Glück in Fulda.

Nach dem dualen Betriebswirtschaftsstudium haben die Gebrüder Nitzschke für einen Personaldienstleister Monteure disponiert und schnell festgestellt: Es war schwierig, eine preisgünstige Unterkunft für Handwerker und Co. für eine kurze Zeit zu finden. Im Januar 2013 haben die Brüder die Köpfe zusammengesteckt und ihre Homepage konzipiert. „Wie kann man Angebot und Nachfrage zusammenbringen?“, war die Kernfrage.

Preise zwischen 15 und 40 Euro

Das hat zunächst viele Telefonate gekostet, denn ohne Einverständnis der Wohnungsanbieter geht kein Angebot online. „Wir stellen die Plattform für Vermieter und Mieter zur Verfügung, suchen auch in Kleinstädten und nutzen Stadtrandlagen im Bereich von großen Städten und Ballungszentren“, sagt Nitzschke. Die Preise liegen zwischen rund 15 und maximal 40 Euro pro Nacht für ein Einzelzimmer. Speziell nach der EU-Osterweiterung sei die Nachfrage stark gestiegen. „Wir bedienen einen Nischenmarkt und haben noch viel vor“, sagt der 28-Jährige. 2015 soll es das Portal auch in Österreich und der Schweiz geben.

Sven Junglas und seine beiden Mitgeschäftsführer Daniel und Attila Schunke gehen sogar noch einen Schritt weiter mit der Expansion. In diesen Tagen geht mybusinessvideo.net in Großbritannien und den USA an den Start. Bis Ende des vergangenen Jahres hat Sven Junglas noch von seinem Sofa aus animierte Filme gemacht. Dabei habe er festgestellt, dass mit kleinem Equipment sehr gute Qualität produzierbar ist. Das Unternehmen hat er mit einem Eigenkapital von 300 Euro gegründet. Im April folgte die erste Beschäftigung eines freien Mitarbeiters, mittlerweile sind es deren 16 sowie 14 Vollzeitkräfte, die Erklärvideos und Imagefilme für große Unternehmen produzieren.

"Die Lage war das A und O"

„90 Prozent wollen Erklärvideos, die gar nicht für Außenstehende bestimmt sind“, berichtet der 23-jährige Jung-Unternehmer aus Frankfurt. Dabei scheut er sich nicht, Widerworte zu geben, wenn die Ideen der Marketingexperten mal nicht so gut sind. „Das Ergebnis steht im Vordergrund“, sagt Junglas. Genauso wie Transparenz. 30 Aufträge kommen pro Monat rein, die bearbeitet werden müssen. Deswegen steht auch schon der erste Umzug in ein größeres Bürogebäude an.

Genau den richtigen Standort haben Ilona Heil und Anna Hein für ihr Café Glück in der Innenstadt von Fulda gefunden. „Die Lage war das A und O für uns“, sagt Heil. Seit Dezember vergangenen Jahres betreiben die beiden Freundinnen, die einst im gleichen Hotel gearbeitet haben, das Café mit voller Leidenschaft. „Der Glücksfaktor und die Atmosphäre spielen für uns eine ganz zentrale Rolle“, erklärt Heil. Der Kuchen muss schmecken, wie zu Hause bei Mama und Oma.

Deshalb wird von Hand und nach alten Familienrezepten vor Ort frisch gebacken. „Und die Gäste können zusehen.“ Die Zutaten wie Käste, Wurst und Eier für die verschiedenen Frühstücksmenüs, stammen von regionalen Bauern. Bis auf das Mittagsgeschäft, wo Heil noch Steigerungspotenzial sieht, brummt der Laden. Zehn Teilzeit- und sechs Vollzeitangestellte, inklusive den Geschäftsführerinnen, halten ihn am Laufen. Für Ilona Heil bedeutet das oft einen 14-Stunden-Tag. Die 39-Jährige nimmt es jedoch locker. „Im Moment ist das mein Ein und Alles. Und wie heißt es so schön: selbst und ständig.“

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