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Hessischer Gründerpreis: Die Lücke schließen

Die Firma Limón hilft Industriebetrieben Energie zu sparen. Nun könnte sie den Hessischen Gründerpreis erhalten. Die FR stellt die Anwärter für den Preis vor.

Mark Junge, Geschäftsführer von Limón.
Mark Junge, Geschäftsführer von Limón.
Foto: privat
Frankfurt –  

Ein Sieger des Gründerpreises steht schon fest, nämlich die Universität Kassel: Alle drei Kandidaten für den Hessischen Gründerpreis in der Kategorie „Innovative Geschäftsideen“ sind nämlich Ableger der Kasseler Hochschule, so neben den an dieser Stelle bereits vorgestellten Firmen Yatta und G.tecz auch die Limón GmbH.

Limón berät Industriebetriebe, wie sie in der Produktion ihren Energieeinsatz senken können. Mit diesem Thema beschäftigt sich das vor zehn Jahren an der Uni Kassel eingerichtete Fachgebiet „Umweltgerechte Produkte und Prozesse“ (upp) unter Leitung von Professor Jens Hesselbach. Doch wissenschaftliche Erkenntnisse „kommen zu langsam an den Markt“, erkannte Mark Junge, der am Lehrstuhl promovierte. Die Firma, die er 2007 zusammen mit Hesselbach sowie drei Kollegen gründete und als Geschäftsführer leitet, soll den Transfer beschleunigen und die „Lücke bei den Unternehmen schließen“.

Der Preis

Die Liste der Mitwirkenden im Initiativkreis Gründertage Hessen reicht von „A“ wie Agentur für Arbeit bis „W“ für Wirtschaftsförderungsgesellschaft.

Der Initiativkreis verleiht jedes Jahr in den drei Kategorien „Mutige Gründung“, „Geschaffene Arbeitsplätze“ und „Innovative Geschäftsidee“ den Hessischen Gründerpreis. Die Auszeichnungen werden am 22. September beim Hessischen Mittelstandstag in Baunatal verliehen.

Als Medienpartner unterstützt die Frankfurter Rundschau erneut den Wettbewerb. Wir stellen die Finalisten vor.

Heute: Limón GmbH, Große Rosenstraße 21, 34117 Kassel, www.limon-gmbh.de

Der Nachholbedarf in Sachen Energieeffizienz ist in der Industrie offenbar beachtlich: Seit der Gründung verzeichne Limón – Slogan: „Frisches Denken für Produktion und Energie“ – ein jährliches Wachstum von rund 80 Prozent, sagt Junge, nennt aber keine Umsatzzahlen. Die Firma habe „noch nie eine Bank gebraucht und vom ersten Tag an Überschüsse erwirtschaftet“. Mittlerweile beschäftige sie 35 Frauen und Männer, in Vollzeitkräfte umgerechnet mehr als 20 Köpfe.

„Unser Vorteil ist das ganzheitliche Denken“, meint Junge. Die von Limón bereitgestellte Kombination aus Messen, Steuern, Regeln sowie Planung gebe es sonst „so nicht am Markt“. Das Angebot reicht von Effizienzanalysen über „intelligente Anlagensteuerung“ bis hin zur „Konzeption von CO2 -neutralen Fabriken“. Die möglichen Einsparungen an teuren und knappen Energieträgern seien zwar, anders als es Kunden gelegentlich erwarteten, nicht exakt vorauszusagen. Doch „zweistellige Prozentsätze“ ließen sich mit Hilfe von Limón meist realisieren.

Einen guten Klang hat der Firmenname auch schon jenseits der Grenzen. Neben Projekten in europäischen Nachbarländern beschäftige sich Limón mit Nachfragen aus China sowie Korea.

Autor:  Mario Müller
Datum:  17 | 9 | 2011
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