Der weltgrößte Computer-Hersteller Hewlett-Packard (HP) hat das milliardenschwere Übernahmeduell um den Datenspeicher-Spezialisten 3PAR für sich entschieden. Nach rund zweiwöchigem Schlagabtausch zog sich Dell am Donnerstag aus dem Bieterrennen zurück.
Kurz zuvor hatte HP erneut eine abermals aufgestockte Dell-Offerte umgehend überboten. Die 3PAR-Führung bezeichnete das HP-Angebot über nun 2,4 Milliarden Dollar als besser und entschied sich, die Fusionsvereinbarung mit Dell aufzukündigen.
HP will mit der Übernahme des bislang eher unbekannten Unternehmens das „Cloud Computing“ mit Internet-Computerdiensten ausbauen. Dabei lagern Programme zentral auf Großrechnern und werden je nach Bedarf vom Computer am Arbeitsplatz abgerufen. Die Branche wittert darin das Geschäft der kommenden Jahre.
Der Aktienkurs von 3PAR hat sich während der für die Technologiebranche ungewöhnlichen Übernahmeschlacht mehr als verdreifacht. Am Donnerstagnachmittag legte die 3-PAR-Aktien nochmals 2,3 Prozent zu auf 32,80 Dollar. HP-Papiere gewannen 0,7 Prozent. Dell-Titel zogen rund ein Prozent an. Hier überwog bei den Anlegern möglicherweise die Erleichterung darüber, dass Dell sich nicht hat verleiten lassen, über seine finanziellen Möglichkeiten zu gehen.
Die beiden PC-Rivalen hatten sich seit der ersten Dell-Offerte Mitte August einen Schlagabtausch geliefert und mehrmals gegenseitig überboten. Gewöhnlich werden Übernahmen in der PC-Branche hinter verschlossenen Türen abgewickelt. ( rtr/dpa)
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