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25. Januar 2013

Ifo-Geschäftsklimaindex: Deutschland schüttelt Eurokrise ab

Sehr gute Aussichten für die deutsche Wirtschaft prophezeit der Ifo-Index.  Foto: dpa

Die Deutsche Wirtschaft schüttelt die Unsicherheit der Eurokrise ab. Der Geschäftsklimaindex Ifo steigt im Januar stärker als erwartet und sorgt für Jubel auf dem Aktienmarkt

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München –  

In Deutschland droht nach Einschätzung des Münchner Ifo-Instituts keine Rezession mehr. Nachdem die Wirtschaft zum Jahresende 2012 noch geschrumpft war, sei in den ersten drei Monaten 2013 mit einem Wachstum von 0,2 Prozent zum Vorquartal zu rechnen, sagte Ifo-Konjunkturexperte Klaus Wohlrabe. „Damit ist keine Rezession absehbar.“

Deutlicher Anstieg

Die deutsche Wirtschaft scheint ihre Verunsicherung durch die Eurokrise allmählich abzuschütteln. Im Januar stieg der Ifo-Geschäftsklimaindex bereits zum dritten Mal in Folge, teilte das Wirtschaftsforschungsinstitut mit. Der Anstieg fiel deutlicher aus als von Experten erwartet; vor allem die Aussichten für das kommende halbe Jahr sind zunehmend optimistisch.

Der Ifo-Index

Der Ifo-Index gilt als wichtigster Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft. Lange bevor sich das Auf und Ab in amtlichen Zahlen niederschlägt, bildet der seit Jahrzehnten erhobene Wert recht zuverlässig die Lage ab.

Dafür befragen die Wirtschaftsforscher des Münchner Ifo Instituts einmal pro Monat rund 7000 Firmen - von kleinen Geschäften bis hin zu großen Konzernen mit tausenden Beschäftigten.

Rund ein Dutzend Fragen werden zur Einschätzung der aktuellen Lage und zu Erwartungen für die nächsten sechs Monate gestellt. Aus den Antworten werden die drei Indizes zum Geschäftsklima, zur Lage und zu den Erwartungen erstellt.(dpa)

Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn erklärte, „die deutsche Wirtschaft startet hoffnungsvoll ins neue Jahr.“ Am Dienstag war bereits der ZEW-Index, für den Finanzexperten ihre Einschätzung zur weiteren Konjunkturentwicklung in Deutschland geben, deutlich gestiegen.
Die vom ifo-Institut befragten Unternehmer bewerteten ihre aktuelle Lage etwas besser, der entsprechende Teilindex kletterte von 107,1 Punkten auf 108 Punkte. Wesentlich deutlicher stiegen die Erwartungen an die nächsten sechs Monate: Hier kletterte der dazugehörige Teilindex von 98 auf 100,5 Punkte.

Export kurbelt an

Nach Branchen unterschieden zeigt das besonders stark vom Export abhängige verarbeitende Gewerbe eine klare Aufwärtsbewegung in der Stimmung. Die Industriefirmen sind demnach mit ihrer Lage zufriedener und bewerten auch ihre Aussichten besser. Nach drei Rückgängen in Folge stieg auch wieder die Auslastung der Industrieunternehmen.

Im Großhandel verschlechterte sich hingegen das Geschäftsklima, die Großhändler bewerten sowohl ihre Lage als auch die Aussichten pessimistischer. Die Einzelhändler bewerten ihre Lage etwas besser und die Aussichten unverändert, wodurch bei ihnen das Geschäftsklima geringfügig stieg. Im Bauhauptgewerbe stieg das Geschäftsklima deutlich. Die Bauunternehmen haben erheblich gestiegene Erwartungen an das kommende Halbjahr, auch die Einschätzung ihrer Lage besserte sich. (afp/ reuters/ dpa)

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