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04. März 2013

IG-Metall-Forderung: Komfortabel

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Arbeit am angestochenen Hochofen. 5,5 Prozent mehr Lohn fordert die IG Metall. Foto: dpa

5,5 Prozent mehr Lohn will die IG Metall für die Beschäftigten herausschlagen. Unmäßig ist das nicht. Auch das Streitpotential der Verhandlungen wird gering gehalten - der Umgang mit Werkverträgen wird erst gar nicht thematisiert. Ein Kommentar.

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Die Forderung von 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt für die Beschäftigten der Metall- und Elektro-Industrie ist gewiss nicht unmäßig. Wohl haben die Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren bereits von der insgesamt guten Entwicklung der Branche profitiert und höhere Abschlüsse erzielen können als in anderen Branchen. Das durchschnittliche Jahresentgelt in tarifgebundenen Metall- und Elektrounternehmen liegt bei mehr als 48.000 Euro.

Auf der anderen Seite des Verhandlungstisches sitzen ebenfalls keine armen Kirchenmäuse. Die Unternehmen haben gut verdient, auch im vergangenen Jahr. Von einer Nettoumsatz-Rendite nahe der vier Prozent können andere Industriezweige nur träumen. Das räumt selbst der Arbeitgeberverband Gesamtmetall ein.

Beide Seiten wissen mithin um die relativ komfortable Ausgangslage des Gegenübers. Das lässt vergleichsweise friedfertige Verhandlungen erwarten. Zumal ein sehr konfliktträchtiges Thema diesmal gar nicht verhandelt wird: Wie mit Werkverträgen zu verfahren sei. Für die Arbeitgeber ist die Vorstellung, künftig Werkverträge nur noch mit Zustimmung von Betriebsräten abschließen zu können, nachgerade grauenerregend. Aus Sicht der Gewerkschaften werden Werkverträge dagegen zunehmend missbraucht, um die Regulierung der Leiharbeit zu umgehen. Sollte das Thema in den Tarifverhandlungen 2014/15 auf die Tagesordnung gelangen, wird es zu harten Kontroverse führen.

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