Ein ganz altmodisches Medium haben sich die Internet-Firmen heute für ihre Kampagne gegen den US-Konzern Google und seine weltweite Marktmacht ausgesucht. Microsoft, Oracle, Nokia und die übrigen Unternehmen, die sich in der Anti-Google-Allianz Fairsearch zusammengeschlossen haben, schalteten eine Großanzeige auf Seite Fünf der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Auf einem großen Foto ist dort heute Google-Chef Eric Schmidt zu sehen, zum Riesen erhöht durch die Fotoperspektive von unten. In dem Bild hebt Schmidt wie zum Schwur die rechte Hand. "Denen vertrauen?" steht darunter. Gegen Google liefen Untersuchungen auf vier Kontinenten und in sechs US-Bundesstaaten, heißt es im weiteren Text der Anzeige. "Als die Strafverfolgungsbehörden versuchten, Googles Praktiken zu unterbinden, stritt das Unternehmen alles ab, verzögerte die Abläufe und ignorierte die Behörden."
Tatsächlich verfügt Google bei Suchen im Internet über enorme Marktmacht, die Wettbewerbsbehörden und Datenschützer stark beunruhigt. Fairseach allerdings ist eine Organisation, die aus klar definiertem Eigennutz gegen Google vorgeht. Zu ihren Initiatoren zählen mehrere Online-Vermittler von Reisedienstleistungen wie TripAdvisor oder Expedia, die ihre Existenz durch die Google-Übernahme von ITA 2011 bedroht sahen.
Wichtigstes Unternehmen der Fairsearch-Allianz ist Googles großer Konkurrent Microsoft. Nokia und Oracle, das sich jahrelang mit Google um Patente und Urheberrechte gestritten hat, stießen erst kürzlich dazu. "Ziel ist es, den Wettbewerb bei der Suche im Internet zu schützen und zu fördern", heißt es auf der Homepage von Fairsearch. "Wir sind der Meinung, dass bestehende Gesetze durchgesetzt werden müssen, um wettbewerbsfeindliches, und verbraucherschädliches Verhalten zu verhindern."
1. Was ändert sich mit den neuen Datenschutzbestimmungen?
Google will seine Dienste enger verknüpfen, denn mittlerweile bietet der Konzern mehr als eine Suchmaschine. Dazu gehören der Maildienst GoogleMail, das soziale Netzwerk Google+, ein Kalender und ein Online-Office-Programm sowie die Video-Plattform Youtube. Die verschiedenen Datenschutzbestimmungen sollen nun zu einer einzigen zusammengeführt werden.
Auch mit interessanten Zahlen wartet Fairsearch auf seiner Webseite auf: Google habe die Kontrolle über 94 Prozent des Suchmarkts in Europa. Der Konzern habe 2011 mehr als 28 Milliarden Euro damit verdient, dass persönliche Daten genutzt wurden, um gezielt Werbung zu verkaufen. Google selbst hat den Vorwurf der Machtmissbrauchs stets zurückgewiesen.
Die Enttarnung geheimer Geschäfte in Steueroasen beschäftigt Politik und Wirtschaft. Berichte und Hintergründe finden Sie in der Offshore Leaks-Themensammlung.
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22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
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67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
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11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

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