Wirtschaft
Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse, Finanz-Themen

14. Dezember 2012

Internet-Konferenz WCIT: Ein US-Boykott, der richtig ist

 Von Jonas Rest
Internationale Konferenz zur Regulierung des Internets in Dubai. Foto: dapd

Nationalisierung statt Internationalisierung: Wieso es richtig ist, dass die USA und die EU-Staaten das neue UN-Telekommunikationsabkommen nicht unterzeichnen.

Drucken per Mail

Oberflächlich klingt es vernünftig, dass das Internet unter internationale Regulierung gestellt werden sollte. Hervorgegangen aus einem US-amerikanischen Regierungsprojekt wird das Internet bis heute von US-Institutionen dominiert. Auch wenn es sich um nicht-staatliche Organisationen mit einer internationalen Führung handelt, so unterliegt dennoch etwa die Organisation, die die Internet-Adressen vergibt, in letzter Konsequenz US-amerikanischer Rechtsprechung. Auch wenn dies sich historisch so entwickelt hat, gibt es keinen Grund dafür, dass das auch so bleiben sollte.

Internet ist bereits stark national fragmentiert

Dennoch ist es eine gute Nachricht, dass die USA, getrieben von den US-Internetkonzernen, dafür gesorgt haben, dass nun eine UN-Konferenz in Dubai gescheitert ist, bei der über die zukünftige Internet-Architektur gerungen wurde.

Denn die Vorschläge, die dort vor allem Russland, China und andere autoritäre Staaten zur Internationalisierung des Internets eingebracht hatten, liefen effektiv auf dessen Nationalisierung hinaus. Durch ein internationales Abkommen hofften sie, die Teilbereiche des Internets in ihren jeweiligen Territorien stärker zu kontrollieren.

Dies geschieht natürlich auch ohne Abkommen. Das Internet ist bei genauem Hinsehen bereits sehr stark national fragmentiert – in vielen Ländern werden ganze Dienste blockiert. Daran ändert das Scheitern der UN-Konferenz nichts – aber immerhin werden Zensurmaßnahmen nun nicht noch völkerrechtlich legitimiert.

Jetzt kommentieren

Ressort

Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.

Videonachrichten Wirtschaft
Umfrage

Die FR möchte auch nach wissenschaftlichen Maßstäben das Gerechtigkeitsempfinden erforschen. Dabei setzen wir auf Sie, liebe Leserinnen und Leser - und Ihre Beteiligung an einer wissenschaftliche Studie der Universität Köln.

Koffein-Junkies

Die Jobs mit dem höchsten Kaffee-Konsum

Ohne den Wachmacher geht es nicht: 70 Prozent der befragten Berufstätigen glauben, ihre Arbeitsleistung wäre ohne Kaffee beeinträchtigt.

In TV-Serien sitzen Polizisten oft mit einem Becher Kaffee im Auto und observieren. Doch eine Umfrage belegt: Gesetzeshüter sind gar nicht die größten Kaffeetrinker unter den Berufsgruppen. In diesen zehn Jobs sind Mitarbeiter süchtig nach Koffein. Mehr...

FR-Schwerpunkt

Was ist gerecht?

Was ist gerecht?

WIRKLICH? Wie ungleich darf eine Gesellschaft sein – und was ist eigentlich Gerechtigkeit? Der große Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau.

FR-Online: Ergänzende Informationen und ausgewählte Texte zum Thema im Online-Dossier.

iPad-App: Alle großen Stücke des Schwerpunkts - interaktiv in preisgekrönter Aufbereitung. Informationen und Bestellformular.

Zeitung: Sämtliche Analyen und Interviews im Vorteils-Abonnement - keine Folge verpassen und dabei noch anderen helfen. Das ist gerecht. Bestellformular.

Wie würden Sie Deutschland gerechter machen? Gibt es eine Ungerechtigkeit, der die Frankfurter Rundschau unbedingt nachgehen sollte? Reden Sie mit - auf unserer interaktiven Webseite.

STUDIE! Die FR möchte auch nach wissenschaftlichen Maßstäben das Gerechtigkeitsempfinden erforschen. Nehmen Sie teil an unserer Umfrage!

Premium-Fotostrecke

Das Frankfurter Bankenviertel - eine Welt für sich. Schlendern Sie mit uns um die Mittagszeit über Opernplatz, Platz der Republik und Taunusanlage.

Zur Premium-Fotostrecke
Brutto-Netto-Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.
Arbeitslosengeldrechner
Wie viel Arbeitslosengeld steht Ihnen zu?
Bruttogehalt (jährl. Euro) Steuerklasse
Kinder Ja Nein Berechnen