Vor „Gangnam Style“ gab es in den vergangenen Monaten kein Entkommen. Das Musikvideo des südkoreanischen Rappers Psy wurde mit mehr als einer Milliarde Klicks zum meistgesehenen Youtube-Video aller Zeiten – und spülte damit allein rund acht Millionen Dollar an Werbegeldern in die Kassen des Suchmaschinenriesen Google, dem das Videoportal seit 2006 gehört. Das teilte das Unternehmen bei der Präsentation der Quartalszahlen mit. Auch der US-Wahlkampf hat Google geholfen: Die Umsätze durch Anzeigen stiegen im Vergleich zu 2008 um das Fünffache.
Nexus 4
Das neue, mit LG entwickelte Aushängeschild für Android-Smartphones positioniert Google als iPhone-5-Konkurrent. Es kommt mit einem hochauflösenden 4,7-Zoll-Display und einem schnellen Quad-Core-Prozessor. Es kann drahtlos aufgeladen werden und überträgt ebenso drahtlos HD-Videos auf TV-Geräte, einen Adapter am HDMI-Eingang vorausgesetzt. Mit der neuesten Android-Version 4.2 führt Google zudem eine Kamerafunktion für 360-Grad-Panorama-Bilder ein, wie man sie von Street-View kennt. Erhältlich ist das Nexus 4 ab 299 Euro – deutlich billiger als vergleichbare High-End-Smartphones.
Foto: dapdAnsonsten aber bereitet das Kerngeschäft mit der Werbung dem Konzern Sorgen. Der Werbeumsatz mit seiner Schreibtischrechner- Suche – der mit Abstand wichtigste Umsatzbringer für das Unternehmen – und dem Videoportal Youtube ist seit mehreren Quartalen nur langsam gestiegen, weil mehr und mehr Nutzer für die Suche auf das Smartphone umsteigen. Ähnlich wie der Konkurrenz fehlt es Google bislang an einer passenden Antwort auf den Wandel. Zwar fahren die Unternehmen ihre Anzeigen im Mobilgeschäft hoch – doch sind die viel preiswerter als am Desktop, weil die Kunden von der Wirksamkeit nicht überzeugt sind. Zuletzt fielen die Anzeigenpreise im Schnitt um sechs Prozent, es war der fünfte Rückgang in Folge.
Nexus 4
Das neue, mit LG entwickelte Aushängeschild für Android-Smartphones positioniert Google als iPhone-5-Konkurrent. Es kommt mit einem hochauflösenden 4,7-Zoll-Display und einem schnellen Quad-Core-Prozessor. Es kann drahtlos aufgeladen werden und überträgt ebenso drahtlos HD-Videos auf TV-Geräte, einen Adapter am HDMI-Eingang vorausgesetzt. Mit der neuesten Android-Version 4.2 führt Google zudem eine Kamerafunktion für 360-Grad-Panorama-Bilder ein, wie man sie von Street-View kennt. Erhältlich ist das Nexus 4 ab 299 Euro – deutlich billiger als vergleichbare High-End-Smartphones.
Foto: dapdIm abgelaufenen Quartal konnte Google das mit deutlich höheren Klickzahlen auffangen und ein solides Gesamtergebnis vorlegen. Der Konzern steigerte seinen Umsatz im vierten Quartal um 36 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 14,42 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr konnte Google damit die 50-Milliarden-Dollar-Marke überspringen. Der Gewinn stieg um 6,7 Prozent auf 2,89 Milliarden Dollar. Obwohl Analysten mit mehr gerechnet hatten, konnte die Aktie im nachbörslichen Handel deutlich zulegen. Das vierte Quartal ist wegen des Weihnachtsgeschäfts das wichtigste für das Unternehmen aus Kalifornien.
Die Diskrepanz zwischen Online und Mobil werde „kein dauerhaftes Problem“ sein, so Google-Chef Larry Page am Dienstag. Das Unternehmen versucht unter anderem, mit neuen Anzeigenformaten und der Entwicklung von Smartphones wie dem Nexus 4 zu reagieren. Erstmals hatte Google zudem im abgelaufenen Quartal Gebühren von Online-Händlern für die Listung in seinen Preisvergleichen verlangt.
Vor allem das iPad wird für Werbekunden immer wichtiger. Laut Angaben des Marketing-Dienstleisters Resolution Media haben die Anzeigenpreise für Tablets die Preise im Desktop-Geschäft im vierten Quartal erstmals überholt. Grund sei vor allem, das größere Vertrauen in die Wirksamkeit der Anzeigen.
Analysten zeigen sich allerdings besorgt, dass Google zunehmend auf margenschwache Geschäfte wie das Handys setzt. Seit der Übernahme von Motorola Mobility im Vorjahr bemüht sich der Konzern, die Sparte aus den roten Zahlen zu bringen. Bislang gelingt das nicht: Am Dienstag meldete Google für das Geschäft erneut einen operativen Verlust von 353 Millionen Dollar.
Neue Gefahr droht von Facebook. In der Vorwoche hatte das Sozialnetzwerk eine eigene Suchmaschine für seine Seite vorgestellt. „Graph Search“ gibt den Nutzern die Möglichkeit, das Netzwerk nach personalisierten Informationen zu durchsuchen. Page spielte die Gefahr durch die neue Konkurrenz im Kerngeschäft herunter. Google habe enorm investiert, um alle möglichen Formen von Daten zu sammeln und befinde sich im ständigen Wandel.
Die Enttarnung geheimer Geschäfte in Steueroasen beschäftigt Politik und Wirtschaft. Berichte und Hintergründe finden Sie in der Offshore Leaks-Themensammlung.
|
|
22% | Ja, finde ich gut. Die Unternehmen ernennen von sich aus keine Frauen. |
|
|
67% | Nein, ich bin dagegen. Die Qualifikation ist wichtiger als das Geschlecht. |
|
|
11% | Ist egal, für die Wirtschaft ist das nicht entscheidend. |

Die Geschichte der griechischen Krise wird sehr einseitig beschrieben. Europa ist gut, Athen ist böse. Europa muss sein Sorgenkind erziehen - oder es aus dem Euro werfen. Es geht um „Lügen“, „Sorgen“ und der teuren „Rettung“. Dahinter verbergen sich knallharte Interessen. Mehr...
Die Schuldenkrise hat Europa im Griff: Nachrichten zur Eurokrise, Konjunktur, Eurobonds und Ratingagenturen.

Die Zukunft der Frankfurter Rundschau ist gesichert. Die Eigentümer betonen, es gibt keinen Einfluss auf das gewachsene politische Profil. Chefredakteur Festerling blickt nach vorne: "Wir haben einiges vor."