Aktuell: Fußball-EM 2016 | US-Wahl | Flüchtlinge in Deutschland und Europa | Zuwanderung Rhein-Main
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Wirtschaft
Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse, Finanz-Themen

17. Januar 2014

Interview Barbara Hendricks: Atomkonzerne sollen Endlagersuche zahlen

 Von  und 
Auf Umweltmininsterin Barbara Hendricks wartet ein ordentlicher Reformstau - und einige Projekte zum Nutzen der Bürger.

"Auch beim Atommüll gilt das Verursacherprinzip", sagt die neue Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Sie will Energiekonzerne in die Pflicht nehmen und Bürger durch eine Reform des EEG entlasten.

Drucken per Mail
Berlin –  

Frau Hendricks, Sie sind die neue Bundesumweltministerin – und erleben gleich die „Energiewende absurd“. Ökostrom aus Wind, Sonne und Biomasse wird mit Milliarden gefördert, aber der CO2-Ausstoß Deutschlands steigt an. Können sie garantieren, dass die schwarz-rote Bundesregierung das abstellt?

(lacht) Wenn das so einfach zu beschließen wäre – Zack, Hebel rum –, dann würden wir es bestimmt tun.

Was tun Sie dann?

Wir werden dafür sorgen, dass wir in allen Klimaschutz-Sektoren noch besser werden – bei den Gebäuden, im Verkehr, in der Industrie und natürlich bei der Energieerzeugung. Überall gibt es noch große Potenziale. Mit den bisher beschlossenen Maßnahmen erreichen wir bis 2020 voraussichtlich nur eine CO2-Reduktion um 33 Prozent, gemessen an 1990. Unser Ziel lautet aber 40 Prozent. Wir haben eine Sieben-Prozent-Lücke. Die können und müssen wir schließen.

Auf die Bürger kommen neue Belastungen zu, so wie beim Ökostrom?

Wir wollen Anreize für klimafreundliches Handeln setzen, etwa durch Zuschüsse und zinsverbilligte Kredite für die Wärmesanierung von Altbauten. Das spart nicht nur viel CO2, sondern schützt Hausbesitzer und Mieter auch langfristig vor den steigenden Heizkosten. Außerdem planen wir ja gerade im Wohnbereich auch Entlastungen. Wir arbeiten in der Regierung gemeinsam mit Hochdruck an einer Mietpreisbremse, die in den Großstädten gelten soll. Dort explodieren die Mieten ja gerade förmlich. Ich wünsche mir, dass das Gesetz bis Mitte des Jahres in Kraft treten kann. Die Länder werden dadurch ermächtigt, Städte und Regionen zu definieren, in denen die Mietsteigerungen gedeckelt werden können. Das könnte dort ab Anfang 2015 umgesetzt werden.

Lesen Sie weiter auf der nächsten Seite.

1 von 4
Nächste Seite »

[ Wie wollen wir wohnen? Die neue FR-Serie - jetzt digital oder gedruckt vier Wochen lang ab 19,50 Euro lesen. Hier geht’s zur Bestellung. ]

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.

Geld

Raus aus den Tresoren!

Von Beate Bockting |

Bargeld muss ein öffentliches Gut werden Mehr...

Integration

Manfred und Mohammed

Von Fabiola Rodríguez Garzón |

Zuwanderer sollen die besseren Bürger werden Mehr...

FRAX

Die Frankfurter Rundschau und das Forschungsinstitut Wifor präsentieren den FR-Arbeitsmarktindex, kurz FRAX. Er erlaubt einen genaueren Blick auf unsere Arbeitswelt als es die Arbeitslosen- und Beschäftigtenzahlen tun.

Videonachrichten Wirtschaft

Anzeige

Forum Entwicklung

Recht auf Arbeit – auch für Kinder?

Das Forum Entwicklung ist eine Debattenreihe von Frankfurter Rundschau, hr-iNFO und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).  

Weltweit arbeiten rund 150 Millionen Kinder – oft unter ausbeuterischen Bedingungen auf Plantagen, in der Teppichproduktion oder als Dienstmädchen. Darum geht es beim „Forum Entwicklung“ am Donnerstag, 23, April. Mehr...

Brutto-Netto-Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.
Arbeitslosengeldrechner
Wie viel Arbeitslosengeld steht Ihnen zu?
Bruttogehalt (jährl. Euro) Steuerklasse
Kinder Ja Nein Berechnen