Konzepte
Chrysler und GM sind insolvent. Opel braucht fremde Hilfe. Porsche und VW kämpfen gegen- statt miteinander. Zulieferer leiden mit. Viele Jobs wackeln. Spezial: Krise der Autobauer
Magna will gemeinsam mit der staatlichen russischen Sberbank bei Opel einsteigen. Zudem ist als Kooperationspartner der russische Hersteller GAZ im Gespräch. Die GAZ-Gruppe erhofft sich eine dringend benötigte Strukturhilfe, im Gegenzug soll Opel das Vertriebsnetz der Russen nutzen. Magna strebt 20 Prozent an Opel an, die Sberbank 35 Prozent. Zehn Prozent soll die Belegschaft übernehmen, 35 Prozent soll die ehemalige Konzernmutter General Motors (GM) behalten.
RHJ International will Opel sanieren und später gewinnbringend verkaufen. Möglicher Käufer wäre GM. Das stößt bei Opel auf Widerstand, könnte für GM aber interessant sein: Die Belgier gelten als Favorit des GM-Verhandlungsführers John Smith. RHJ möchte etwas mehr als 50 Prozent der Anteile, den Rest soll GM behalten. Der Opel- Betriebsrat fürchtet, dass GM weiterhin das Sagen haben könnte.
BAIC hat es vor allem auf die Technologie von Opel abgesehen. Gleichzeitig bietet der kleine Hersteller (12.000 Fahrzeuge in 2008) Opel einen besseren Zugang zum Wachstumsmarkt China. Bundesregierung und Opel-Betriebsrat befürchten den Abfluss von Technologie. GM würde sich eine Konkurrenz für den riesigen chinesischen Markt ins Haus holen. BAIC will 51 Prozent an Opel, GM soll 49 Prozent behalten.
Lesen Sie auf den nächsten Seiten, was die drei Interessenten mit den Arbeitsplätzen und Werken vorhaben, die Positionen von Betriebsrat und Politik - und auf wie viel Hilfe vom Staat die Bieter setzen.
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