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01. Februar 2011

Jens Weidmann: Notenbank statt Kanzleramt

 Von Markus Sievers
Der der ideale Mann für die Nachfolge von Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler: Jens Weidmann  Foto: dpa

Seit fünf Jahren berät Jens Weidmann das Kanzleramt in Wirtschaftsfragen. Möglicherweise wird Angela Merkel bald auf ihn verzichten müssen: Den 42-Jährigen zieht es zurück zur Bundesbank.

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Berlin –  

Eine Krise ohne Jens Weidmann mag sich im Kanzleramt keiner mehr vorstellen. Seit fünf Jahren steht der parteilose Ökonom als oberster Wirtschaftsberater Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bei Banken- und Staatspleiten, bei Verstaatlichungen und Konjunktureinbrüchen zur Seite. Möglicherweise aber wird Merkel bald auf den 42-Jährigen verzichten müssen.

Anfang 2006 hatte sie ihn kurz nach Beginn ihrer Kanzlerschaft von der Bundesbank nach Berlin gelockt. Nun zieht es ihn zurück in die alte Heimat, wo die Familie lebt. Weidmann könnte Nachfolger des 62-jährigen Bundesbank-Vizepräsidenten Franz-Christoph Zeitler werden, heißt es in Regierungskreisen. Zeitlers Amtszeit läuft im Mai aus. Für die Bundesbank wäre Weidmann der ideale Mann, nachdem ihr die Politik allzu oft Parteileute ohne vertiefte Kenntnisse der Geldpolitik in die Führungsetage gedrückt hatte.

Weidmann, der über die europäische Geldpolitik promoviert und für den Sachverständigenrat als Generalsekretär gearbeitet hat, bringt alle Voraussetzungen mit. Da gibt es nur ein Problem: Mitten in der Euro-Krise mag Merkel auf ihren wichtigsten Wirtschaftsberater nicht verzichten. Sie braucht ihn, solange die Verhandlungen über die künftige Gestalt der Währungsunion laufen.

Aufgeschoben heißt aber nicht aufgehoben. Regierungskreise verweisen darauf, dass man die Zeitler-Stelle im Bundesbank-Vorstand auch eine Weile unbesetzt lassen könnte. Weidmann könnte sogar ein Kandidat für die Nachfolge von Bundesbankpräsident Axel Weber werden, falls der es auf den Chefposten der Europäischen Zentralbank schafft. Das aber ist erst einmal Spekulation.

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