Köln. Die Pläne der Warenhauskette Galeria Kaufhof nach Ausweitung der Arbeitszeiten gegen Jobgarantien sind bei der Gewerkschaft auf erbitterten Widerstand gestoßen. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Margret Mönig-Raane nannte den Vorstoß der Unternehmensleitung am Freitag "unverfroren", inakzeptabel und als eine Lohnsenkung durch die Hintertür.
Die Metro-Tochter hatte zuvor den Betriebsräten vorgeschlagen, die Arbeitszeiten der mehr als 20000 Beschäftigten des Unternehmens gegen eine Arbeitsplatzsicherung bis 2013 von 37,5 auf 42 Stunden auszuweiten. Einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigte eine Kaufhof-Sprecherin.
Neben einer Jobgarantie sollen die Kaufhof-Mitarbeiter eine Erfolgsbeteiligung erhalten. Darüber hinaus sollen die Ausbildungsquote bei 10 Prozent gehalten werden und 70 Prozent aller Ausgebildeten in eine Festanstellung übernommen werden. Die Gespräche über das Bündnis befänden sich aber noch in einem frühen Stadium.
Verdi vermutet hinter den jetzigen Plänen andere Absichten: "Mit dem Versuch, über eine Arbeitszeitverlängerung Personalkosten zu senken, soll die Metro-Tochter lediglich für den geplanten Verkauf an einen Investor "aufgehübscht" werden", sagte Mönig-Raane.
Angesichts der guten wirtschaftlichen Situation des Unternehmens sollte eine Beschäftigungssicherung selbstverständlich sein. (dpa)
Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.
Am 31. Mai diskutiert FR-Redakteur Tobias Schwab mit Fernsehköchin Sarah Wiener und weiteren Gästen das Thema "Wer verdient am Kaffee?"
Die Schuldenkrise hat Europa im Griff: Nachrichten zur Eurokrise, Konjunktur, Eurobonds und Ratingagenturen.