Die Bundesregierung murkst bei der Opel-Rettung konsequent weiter. Jetzt muss der Treuhänder ran. Warum ein Treuhänder? Das hat mit den Dogmen unseres Wirtschaftsministers Karl-Theodor zu Guttenberg zu tun.
Der Christsoziale will alles tun, damit die Hilfe für Opel nicht wie der Einstieg des Staates aussieht.
Eine Branche wankt - Nachrichten, Analysen und Kommentare, Fotostrecken, interaktive Grafiken und Abstimmungen im neuen Spezial: Krise der Autobauer.
Die Rettung soll aussehen wie eine unpolitische Angelegenheit, dabei ist sie durch und durch politisch. Der Treuhänder zeigt es deutlich: Wenn der Staat demnächst für Kredite über eine Milliarde Euro plus x gerade steht, dann wird er zum Hauptgläubiger.
Bei einem Unternehmen, das auf so wackeligen Beinen wie Opel steht, ist der Hauptgläubiger mit einem Hauptanteilseigner de facto gleichzusetzen.
Es wird höchste Zeit, dass die Bundesregierung mit dem Murks aufhört und die Opelrettung als das anpackt, was es tatsächlich ist: eine zentrale industriepolitische Aufgabe.
An Opel hängen Zulieferer, an denen wiederum Zulieferer hängen und so weiter. Auch die Hersteller von Fensterhebern oder Stoßfängern wackeln, weil's an flüssigen Mitteln fehlt.
Wer Opel fallen lässt, gefährdet viele andere Unternehmen. Ein Dominoeffekt droht. Deshalb geht an staatlicher Unterstützung für Opel kein Weg vorbei. Und das wird nicht das letzte Mal sein, dass der Bund eingreift. Die Strukturen der Autobranche müssen erhalten und ausgebaut werden.
Der Standort Deutschland braucht das Know-how - auch das der Zulieferer -, um die Runderneuerung der Branche hin zur Elektromobilität zu schaffen. Auf vielen Ebenen muss der Staat dabei helfen, vor allem auch mit Forschungsförderung. Die Nothilfe für Opel ist nur der erste Schritt.
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