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07. September 2012

Kommentar Fracking: Nicht ohne Risiko

 Von 
Leitungssystem für Rohöl und Erdgas.  Foto: dpa

Mehr Erdgas in Deutschland zu fördern, ist eine gute Sache. Aber nur, wenn die Technik sicher ist.

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Ein starkes Wort. Es zeigt: Die Erdgas-Branche ist elektrisiert. Nichts weniger als eine „Revolution“ in der Gewinnung des kostbaren Brennstoffs prophezeite erst jüngst ein Top-Manager. Mit der Fracking-Methode soll mehr davon aus der Erde geholt werden. Vorbild sind die USA, wo die umstrittene Technologie seit ein paar Jahren verstärkt genutzt wird. Dort gibt es seither einen wahren Erdgas-Boom. Das Gas wurde spürbar billiger, zunehmend verdrängt es die Kohle bei der Stromerzeugung. Die USA rühmen sich, dadurch umweltfreundlicher geworden zu sein.

Der Plan der Branche, den US-Weg in Deutschland zu kopieren, ging nicht auf. Das ist gut so. Denn in den USA zeigte sich eben auch, dass das mit gefährlichen Chemikalien arbeitende Fracking keineswegs ohne Risiko ist. „Klimafreundliches“ Erdgas mit Gefahren fürs Grundwasser zu erkaufen, kann keine Lösung sein. Erst der Protest von Bürgerinitiativen führte dazu, dass die Risiken nun in zwei Studien – eine im Bund, eine im besonders betroffenen NRW – genauer analysiert wurden. Beide warnen dringend davor, die Fracking-Pläne einfach so durchzuwinken.

Bundesumweltminister Altmaier ist nun gefordert. Er muss für ein bundesweites Fracking-Moratorium sorgen. Danach sollten die Risiken in einigen wenigen Fracking-Versuchen – selbstredend außerhalb von Trinkwasser-Schutzzonen – genau untersucht werden. Erst dann kann über die Zukunft des Verfahrens entschieden werden. Mehr Erdgas im Inland zu fördern, ist schon eine gute Idee. Aber nur, wenn die Sache sicher ist.

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