R. Re. Rez. Rezess. Rezession. Was im Sommer nur wenige auszusprechen wagten, wird zur Gewissheit: In rasantem Tempo stürzt die deutsche Wirtschaft nach unten. Sie steuert nicht auf eine Rezession zu, sie steckt mitten drin. Vom R-Wort sprachen Volkswirte, als sie hofften, das Schlimmste könne vorüberziehen. Nun sehen sie keinen Grund mehr für derlei Versteckspiele.
In den Köpfen der deutschen Unternehmer ist die Krise angekommen, wie der Ifo-Geschäftsklimaindex anzeigt. Die Regierung tut sich schwer, die Wahrheit einzuräumen und bemüht sich, wenn auch erfolglos, Optimismus zu verbreiten. Leider muss man in diesem Fall dem Urteil der Wirtschaft vertrauen.
Stark war der Aufschwung, aber nicht stark genug, um die geballte Ladung aus Lasten im In- und Ausland zu verkraften: Zu schaffen machten ihm die Preissprünge bei Energie und anderen Rohstoffen, die Aufwertung des Euro, besonders aber die nachlassende Dynamik bei den wichtigsten Antreibern der Weltwirtschaft, den Schwellenländern und vor allem den USA. Damit brach die einzige Stütze des Aufschwungs, der Export weg. Zu Hause verweigerte die Regierung jede Entlastung. Die Europäische Zentralbank erhöhte gar die Zinsen, als es längst bergab ging.
Niemand soll jetzt sagen, die Finanzmarktkrise sei an der Misere schuld. Die kommt noch obendrauf! Doch die reale Wirtschaft strauchelte schon, als Lehman Brothers noch eifrig Geschäfte machte und der US-Präsident Regulierung und staatliche Eingriffe für Kommunismus hielt.
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Am 31. Mai diskutiert FR-Redakteur Tobias Schwab mit Fernsehköchin Sarah Wiener und weiteren Gästen das Thema "Wer verdient am Kaffee?"
Die Schuldenkrise hat Europa im Griff: Nachrichten zur Eurokrise, Konjunktur, Eurobonds und Ratingagenturen.