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Kommentar: Lob dem Pfand

Die Einführung des Einwegpfandes auf Getränkedosen war für Deutschland ein großer Segen. Denn Aludosen gehören nicht in den Verkauf - zu hoch ist der Preis den Umfeld und Umwelt zahlen muss. Von Frank-Thomas Wenzel

Frank-Thomas Wenzel ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.
Frank-Thomas Wenzel ist Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Rundschau.
Foto: FR

Die Einführung des Einwegpfandes auf Getränkedosen war ein großer Segen. Die 25 Cent pro Verpackung und die Infrastruktur zur Rücknahme der Büchsen haben die ohnehin schon teure Getränkeverpackung so unattraktiv und teuer gemacht, dass sie in Deutschland fast vollständig verschwunden ist. Das ist ein Segen, weil die Dosen meistens aus Weißblech, manchmal aus Aluminium bestehen. Bei beiden Materialen muss in der Produktion erheblich mehr Energie aufgewendet werden als für alle anderen Gefäße. Entsprechend hoch ist der CO2-Ausstoß.

In unregelmäßigen Abständen versuchen große Getränkehersteller und große Handelskonzerne - so wie jetzt Penny - die Dose doch wieder einzuführen, und sie werden von Dosenproduzenten unterstützt. Händler versprechen sich davon, eine Marktnische für hochpreisige Produkte zu erschließen - Red Bull ist das Vorbild. Für Getränkekonzerne sind sie ein Instrument, gegen kleinere Konkurrenten vorzugehen, die ihre Infrastruktur auf Mehrweg aufgebaut haben - dies trifft besonders auf Brauereien zu. Doch solche Attacken sind wegen des Pfandes enorm schwierig. Gut so. Denn die 25 Cent für Einweg haben unter anderem die deutsche Bierbranche mit ihrem starken Wettbewerb stabilisiert. Das bringt: hohe Qualität und günstige Preise.

Autor:  Frank-Thomas Wenzel
Datum:  29 | 5 | 2010
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