Da schau her: Trotz wirtschaftlich turbulenter Zeiten hat VW mit der IG Metall eine Jobgarantie vereinbart. Der Deal ist anders gestrickt als seine Vorgänger - und das macht ihn interessant, auch für andere Unternehmen.
In den letzten Jahren lautete die Devise bei Volkswagen und anderswo: Die Beschäftigten akzeptieren Lohneinschnitte, etwa in Form unbezahlter Mehrarbeit oder Verzicht auf Jahreszahlungen. Im Gegenzug verzichtet das Unternehmen auf betriebsbedingte Kündigungen.
Diesmal haben sich die VWler eine schlauere Lösung ausgedacht: Der Innovationsfonds, der neue Geschäftsfelder erschließen soll, ist ein intelligentes Mittel zur Jobsicherung. Die Arbeitnehmer-Vertreter versprechen auch, dabei zu helfen, die Produktivität zu steigern. Das kann eine Firma von seiner Belegschaft nur verlangen, wenn die Beschäftigten einen sicheren Job haben. Was freilich bleibt, ist das Risiko, dass die Arbeitsbelastung ins Unerträgliche steigt.
Und noch eine Schattenseite hat der Vertrag: Leiharbeiter sind weiter ungeschützt, für sie gibt es keine Jobgarantie. Immerhin werden die Zeitarbeiter bei VW besser bezahlt als anderswo. Das erhöht zumindest ein wenig den Druck, auf Innovation statt Billigstrategien zu setzen.
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