Aktuell: Flüchtlinge | Zuwanderung Rhein-Main | Museumsuferfest | Regionale Startseite
Möchten Sie zur mobilen Ansicht wechseln?
Ja Nein

Wirtschaft
Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse, Finanz-Themen

24. Januar 2013

Kommentar zu Bosch: Jetzt sollte Bosch dranbleiben

 Von Jakob Schlandt
Bosch gilt als weltgrößter Autozulieferer.  Foto: dpa

Für Bosch entpuppt sich der Einstieg in die Solarbranche als finanzieller Alptraum. Die teuer aufgebaute Sonnenenergiesparte brachte dem angeschlagenen Konzern gut eine Milliarde Euro Verlust. Gerade jetzt sollte Bosch dranbleiben.

Drucken per Mail
Mehr dazu

Strategisch richtig, taktisch stümperhaft: So lässt sich Boschs Einstieg in die Solarindustrie zusammenfassen. Die Schwaben haben verstanden, dass die Sonnenkraft Zukunft hat, weil sie umweltfreundlich ist und die Kosten ständig sinken. Doch Bosch hat unterschätzt, mit welcher Geschwindigkeit die Preise purzelten. 2009, als Bosch massiv ins Solargeschäft einstieg, kosteten Module rund vier Mal mehr als heute.

 Jakob Schlandt.
Jakob Schlandt.

Der falsche Zeitpunkt

Die Gründe für den Preissturz waren schon damals für jeden sichtbar, der es sehen wollte: Chinesische Firmen – gepäppelt durch Staatskredite – bauten riesige Fabriken, überschwemmten den Weltmarkt und rissen die Branche tief in die roten Zahlen. Für das Geld, das Bosch mittels seiner vergleichsweise kleinen Solarfirmen versenkt hat, könnte man nun theoretisch weite Teile der globalen Solarindustrie zum Schnäppchenpreis aufkaufen. Suntech, der chinesische Weltmarktführer, ist gerade mal noch 200 Millionen Dollar wert. Bosch hat zum falschesten aller möglichen Zeitpunkte investiert.

Aussteigen wäre falsch

Für sein fehlendes Marktverständnis hat der Konzern einen hohen Preis bezahlt. Jetzt, da der Wert der Solarsparte auf Null steht, sollte Bosch dabeibleiben. Gut möglich, dass sich der Markt schneller erholt als gedacht, weil finanzschwache Produzenten ausfallen und die Nachfrage auf dem Weltmarkt anzieht. Auf dem absoluten Tiefpunkt auszusteigen wäre erneut ein Fehler.

70 Jahre Frankfurter Rundschau - unser Online-Dossier zum Jubiläum.

Zur Homepage

Anzeige

comments powered by Disqus

Anzeige

Ressort

Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.

Gastwirtschaft

Wenn die Herde losrennt

Von  |

Wie Marktrisiken in den Griff zu kriegen sind Mehr...

FRAX

FR präsentiert Arbeitsmarkt-Index

Die Frankfurter Rundschau und das Forschungsinstitut Wifor stellen den FR-Arbeitsmarktindex vor, kurz FRAX. Er erlaubt einen genaueren Blick auf unsere Arbeitswelt als es die Arbeitslosen- und Beschäftigtenzahlen tun. Mehr...

Videonachrichten Wirtschaft

Koffein-Junkies

Die Jobs mit dem höchsten Kaffee-Konsum

Ohne den Wachmacher geht es nicht: 70 Prozent der befragten Berufstätigen glauben, ihre Arbeitsleistung wäre ohne Kaffee beeinträchtigt.

In TV-Serien sitzen Polizisten oft mit einem Becher Kaffee im Auto und observieren. Doch eine Umfrage belegt: Gesetzeshüter sind gar nicht die größten Kaffeetrinker unter den Berufsgruppen. In diesen zehn Jobs sind Mitarbeiter süchtig nach Koffein. Mehr...

Premium-Fotostrecke

Das Frankfurter Bankenviertel - eine Welt für sich. Schlendern Sie mit uns um die Mittagszeit über Opernplatz, Platz der Republik und Taunusanlage.

Zur Premium-Fotostrecke

Anzeige

Forum Entwicklung

Recht auf Arbeit – auch für Kinder?

Das Forum Entwicklung der Frankfurter Rundschau und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Weltweit arbeiten rund 150 Millionen Kinder – oft unter ausbeuterischen Bedingungen auf Plantagen, in der Teppichproduktion oder als Dienstmädchen. Darum geht es beim „Forum Entwicklung“ am Donnerstag, 23, April. Mehr...

Brutto-Netto-Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.
Arbeitslosengeldrechner
Wie viel Arbeitslosengeld steht Ihnen zu?
Bruttogehalt (jährl. Euro) Steuerklasse
Kinder Ja Nein Berechnen