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12. Januar 2012

Kommentar zu Windkraft in Frankreich: Umdenken

 Von Stefan Brändle

Die große Atom-Nation Frankreich denkt um - und will weg vom Atomstrom, Fukushima sei Dank. Das Ziel auch Arbeitsplätze in Frankreich zu schaffen, ruft Deutsche Kritiker auf den Plan.

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Die große Atom-Nation Frankreich denkt um - und will weg vom Atomstrom, Fukushima sei Dank. Das Ziel auch Arbeitsplätze in Frankreich zu schaffen, ruft Deutsche Kritiker auf den Plan.

Zumindest seit den großen Revolutionen ist bekannt, dass sich Frankreich gerne in Schüben bewegt. Über Nacht will die Atommacht nun zum Land der Windfarmen werden. Jahrelang monieren Tourismus- und Umweltverbände, Frankreich dürfe seinen wunderschönen Küstenstriche nicht durch ein Heer aus Propellertürmen verschandeln. Dann schmolzen die Reaktorgebäude in Fukushima. Und plötzlich will Frankreich ein Viertel seines Stroms mit erneuerbaren Energien decken. Gewiss wird der Anteil des Atomstroms von heute knapp 80 Prozent nur sehr langsam sinken. Aber immerhin – die Grande Nation Nucléaire denkt um. Der französische Atomstaat bröckelt.

Deutsche Windkraft-Anbieter werfen den Behörden in Paris vor, der Bieterwettbewerb sei eine abgekartete Sache und bevorzuge im Stillen heimische Konzerne wie Alstom oder Areva. Paris macht das Argument der Arbeitsplatzschaffung aber ganz offiziell zum Kriterium. Sie kann gar nicht anders: Nachdem die Atomlobby behauptet hat, der Ausstieg aus dem „Nucléaire“ würde Hunderttausende Jobs kosten, muss Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet garantieren, dass die Windenergie auch Jobs zu schaffen vermag – und zwar in Frankreich selbst. Wenn deutsche Firmen wie Siemens darauf verzichten, die Produktion der in Frankreich eingesetzten Turbinen zumindest teilweise in der Normandie anzusiedeln, wie das auch die spanische Iberdrola anbietet, schmälern sie ihre Chancen.

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