Kann irgendjemand ernsthaft behaupten, dass die Arbeitsbedingungen von Erzieherinnen gut sind? Schwer vorstellbar. Schon ein kurzer Besuch in einer Kita genügt, um eine Idee von dem verdammt anstrengenden Job zu bekommen.
Es ist laut. Die Gewerkschaft Verdi berichtet, dass in Kindergärten schon mal 117 Dezibel gemessen werden, das entspreche einem startenden Düsenflugzeug in 100 Meter Entfernung.
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Die Gewerkschaft Verdi hat ein "Bürgertelefon" eingerichtet, insbesondere für Eltern, die Fragen zu dem Streik haben: 0180/222 00 55.
Gestandene Frauen müssen auf Mini-Stühlen Platz nehmen und meist zu große Gruppen betreuen. Sie sollen die Kinder nicht nur irgendwie beschäftigten, sondern so gut wie möglich fördern - darauf legen Eltern verständlicherweise großen Wert.
Eine junge Erzieherin verdient über 300 Euro weniger im Monat als ein Facharbeiter in der Metallbranche - und muss gleichzeitig pro Woche vier Stunden länger ran.
All das nehmen wir seit langem hin - obwohl wir doch alle wissen, wie wichtig Bildung und Erziehung sind. Irgendwie seltsam. Hat das vielleicht etwas damit zu tun, dass Erzieherinnen meist Frauen und Facharbeiter meist Männer sind? Oder liegt es daran, dass wir Bildung zwar gut finden, aber kein Geld dafür ausgeben wollen?
Unserer Gesellschaft täte es gut, Kinder mehr zu fördern. Dafür braucht es mehr und besser entlohnte Erzieherinnen. Damit das klappt, müssen Bund, Länder und Kommunen ausreichend Geld bereitstellen. Das wiederum wird nur funktionieren, wenn der Staat selbst genug Mittel hat und wir nicht auf Teufel komm raus auf Steuersenkungen setzen.
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