kalaydo.de Anzeigen

Kommentar zum Fachkräftmangel: Versprochen?

Fachkräfte werden knapp - und damit begehrter. Das dürfte die Löhne in die Höhe treiben. Doch müssen sich Politiker, Unternehmer und Arbeitnehmer ins Zeug legen, sonst wird sich der Mangel eher verschärfen.

Eva Roth ist Wirtschaftsredakteurin der DuMont-Redaktionsgemeinschaft.
Eva Roth ist Wirtschaftsredakteurin der DuMont-Redaktionsgemeinschaft.
Foto: fr

In den Ohren von Arbeitnehmern klingt es zunächst mal gar nicht übel, was Forscher prophezeien: In Ostdeutschland, wo nach der Wende viele Bürger unter brutalem Jobabbau und niedrigen Löhnen gelitten haben, naht die Wende. Fachkräfte werden knapp - und damit begehrter. Das dürfte die Löhne in die Höhe treiben.

Damit es für Beschäftigte und Betriebe wirklich aufwärts geht, reicht es allerdings nicht, abzuwarten. Wenn sich Politik, Unternehmen und Arbeitnehmer jetzt nicht ins Zeug legen, wird sich einerseits der Fachkräftemangel verschärfen, vor allem im Osten, aber auch im Westen. Gleichzeitig werden viele Menschen arbeitslos bleiben, weil sie nicht ins Anforderungsprofil der Unternehmen passen.

Wir müssen also mehr in Bildung investieren. Gerade benachteiligte junge Menschen, Migranten und sogenannte Alt-Bewerber brauchen bessere Chancen.

Die schwarz-gelbe Koalition hat versprochen, bei der Bildung nicht zu kürzen. Gleichzeitig will sie allerdings bei arbeitsmarktpolitischen Instrumenten drastisch sparen. Zu diesen Instrumenten gehört die Förderung der Berufsausbildung, etwa Zuschüsse für Azubis, die nicht zu Hause wohnen können. Oder Hilfen für Menschen, die ihren Hauptschulabschluss nachholen. Wenn die Regierung hier kürzt, nimmt sie ihr eigenes Versprechen nicht ernst. Leidtragende wären Menschen, die auf Bildungshilfen besonders angewiesen sind.

Datum:  14 | 6 | 2010
Kommentare:  Kommentieren
Empfehlen:  E-Mail
Leserbrief:  Leserbrief
Artikel:  Drucken
Ressort

Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.


Faktencheck
Zurück zur Drachme um den Euro zu retten?

Griechenland steht im Ruf, über seine Verhältnisse gelebt zu haben. Mythen über die Ursachen der Krise.

Fotostrecke
Forum Entwicklung
Das Forum Entwicklung ist eine Veranstaltungsreihe von FR, Giz und HR-Info.

Am 31. Mai diskutiert FR-Redakteur Tobias Schwab mit Fernsehköchin Sarah Wiener und weiteren Gästen das Thema "Wer verdient am Kaffee?"

Faktencheck
Steigende Beiträge zur Sozialversicherung - die Zukunft?

Was würde passieren, wenn Deutschland ein Sparpaket bewältigen müsste wie Griechenland? Ein erschreckendes Szenario.

Ressort

Die Schuldenkrise hat Europa im Griff: Nachrichten zur Eurokrise, Konjunktur, Eurobonds und Ratingagenturen.


Anzeige

Tops und Flops in der Wirtschaft

Anzeige

 

Video

  • 6.339,94 Pkt. +24,05 (+0,38%)
  • 10.196,44 Pkt. -35,08 (-0,34%)
  • 752,47 Pkt. +0,62 (+0,08%)
  • 8.580,39 Pkt. +17,01 (+0,20%)
  • 1,2512 USD -0,0003 (-0,02%)
in Zusammenarbeit mit Finanzen100.de
Atommüll-Endlager
Schacht Konrad - Das ehemalige Erzlager soll 2019 den Betrieb als Endlager für Atommüll aufnehmen. Geplant ist, 90 Prozent des gesamten Volumens der radioaktiven Abfälle in Deutschland zu lagern.

Der Bau des Endlagers für Atommüll wird voraussichtlich erst 2019 fertig. Es drohen Zusatzkosten von bis zu einer Milliarde Euro. Zur Grafik...

 Mehr...

Brutto / Netto Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.
Arbeitslosengeldrechner
Wie viel Arbeitslosengeld steht Ihnen zu?
Bruttogehalt (jährl. Euro) Steuerklasse
Kinder Ja Nein Berechnen
Anzeige

Finden Sie jetzt gezielt den richtigen Partner für eine glückliche Beziehung. So wird Ihre Partnersuche ganz einfach.

ANZEIGE
- Business
- sonstiges
- Kauftipps!