Für die Solarbranche geht es auch 2009 weiter aufwärts. Zwar nicht mit Wachstumsraten von 40 bis 50 Prozent wie in den vergangenen Jahren. Und auch die Mondpreise, die manch Sonnenanbeter aufgrund der in diversen Ländern üppigen Förderungen eingestrichen hat, gehören der Vergangenheit an.
Doch anders als traditionelle Branchen wie der Auto- und Maschinenbau muss die Solarindustrie nicht mit herben Einschnitten im laufenden Jahr rechnen.
Dennoch herrscht ein hoher Preisdruck, der mancher Firma wohl das Licht ausblasen wird. Und dennoch ist dieser Wettbewerb notwendig, damit die Industrie zu maximalem technischen Fortschritt gezwungen wird. Dessen einziges Ziel muss es sein, die Produktionskosten zu senken, um in wenigen Jahren den Preis für Normalstrom brechen zu können.
Denn erst wenn es billiger sein wird, den eigenen Solarstrom vom Dach zu holen als Atom- und Kohlestrom aus dem Netz zu beziehen, wird aus einem Nischen- ein Massenmarkt - und der Nutzen für den Klimaschutz spürbar.
Doch die Branche muss achtgeben, dass sie glaubwürdig bleibt. Denn mit Recht werden Verbraucher, die auf Umwelt- und Klimaschutz bestehen, fragen, warum denn ausgerechnet neue, so genannte Dünnschicht-Solarmodule ein Schwermetall wie Cadmium beinhalten müssen.
Saubere Energie, die die Umwelt verschmutzt, ist ein Widerspruch. Dass die Hersteller von Cadmium-Solarzellen tatsächlich in 20 Jahren, wenn die ersten Module irgendwo auf der Welt ausfallen, in der Lage sein werden, diese vollständig wieder einzusammeln, klingt eher nach einem frommen Wunsch als nach erwartbarer Praxis.
Hier muss die Branche dringend nachbessern, sonst droht ein dunkler Schatten auf ihr lichtes Image zu fallen.
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