Aktuell: Schicksal von Tuğçe A. | Burger King | Polizeigewalt in Ferguson | Eintracht Frankfurt | Fußball-News

Wirtschaft
Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse, Finanz-Themen

26. Juli 2010

Konjunktur: Brüderle hofft auf mehr Wachstum

Vor allem dank dem anziehenden Export kann die deutsche Wirtschaft mit mehr Wachstum rechnen. Foto: ddp

Wirtschaftsminister Rainer Brüderle hält ein Wirtschaftswachstum in Deutschland von mehr als zwei Prozent in diesem Jahr für möglich. Auch der Wirtschaftsverband BDI blickt optimistisch auf die kommenden Monate.

Drucken per Mail
Berlin –  

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle sieht die deutsche Wirtschaft dank des kräftigen Aufschwungs schon in einer Boomphase. Er habe seine Wachstumserwartungen deutlich heraufgeschraubt, sagte der FDP-Politiker dem Magazin „Focus“. „Bei aller Vorsicht glaube ich, dass wir sogar eine Zwei vor dem Komma erreichen können.“

Die Regierungsprognose für dieses Jahr liegt noch bei 1,4 Prozent. Allerdings haben sich auch andere Regierungspolitiker ähnlich wie Ökonomen und Verbände zuletzt zuversichtlicher geäußert.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erwartet der Zeitung „Die Welt“ zufolge in seinem neuen Konjunkturreport ein Wachstum von zwei Prozent. Zudem halte der BDI einen Rückfall in eine Rezession für unwahrscheinlich, berichtete die Zeitung am Sonntag vorab.

Brüderle sagte: „Ich gehe davon aus, dass es ein nachhaltiger Aufschwung sein wird. Insofern: Ja, der Boom ist da.“ Das werde sich auch bei den Arbeitslosenzahlen auswirken. „Ich bin zuversichtlich, dass wir bald unter drei Millionen Arbeitslosen zählen werden.“ Die Zahl der Kurzarbeiter könne bis zum Jahresende von über 600.000 auf unter 100.000 sinken.

Aufschwung kommt im Geldbeutel an

Der Aufschwung sei zwar vor allem exportgetrieben, doch werde im Verlaufe des Jahres über eine positive Nettolohnentwicklung auch die Kaufkraft der Bürger und damit die Konsumbereitschaft im Inland zunehmen, sagte der Minister.

Ein Indiz für die Beständigkeit der Aufwärtsentwicklung sei, dass es wieder Sonderschichten und Mehrarbeit gebe. Ganz zufrieden mit dem kräftigen Wachstumsschub zeigte sich Brüderle aber noch nicht. „Wir können schon noch besser werden“, sagte er.

Die Zahlen zu Auftragseingängen und Produktion signalisierten, dass der Aufschwung deutlich an Fahrt aufgenommen habe, zitierte „Die Welt“ aus dem BDI-Konjunkturreport. Das Auslaufen der Konjunkturpakete sei keine große Belastung für das Wachstum, denn der starke Export und die daraus resultierende Belebung der Investitionstätigkeit könnten dies mehr als ausgleichen. „Es gibt Anlass zum Konjunkturoptimismus, aber nicht zur Euphorie“, warnte der Verband vor Überschwang. „Eine erneute Rezession ist aus heutiger Sicht aber unwahrscheinlich.“

Erst am Freitag hatte der Ifo-Geschäftsklimaindex ergeben, dass die Stimmung in den deutschen Unternehmen so gut ist wie seit drei Jahren nicht mehr. Allerdings hatten Wirtschaftsexperten und auch Industrievertreter gewarnt, das Wachstumstempo sei im zweiten Halbjahr wohl nicht zu halten.

Der Vertriebsvorstand von Europas größtem Autobauer VW, Christian Klingler, sagte, „das zweite Halbjahr wird kein Selbstläufer“. VW hatte im ersten Halbjahr so viele Autos verkaufte wie nie zuvor. Eintrübungen kommen vor allem aus dem Ausland. US-Notenbankchef Ben Bernanke hatte vergangene Woche die Aussichten für die weltgrößte Volkswirtschaft als „außergewöhnlich unsicher“ bezeichnet.

Am Freitag werden die erste Zahlen zum US-Wachstum im zweiten Quartal veröffentlicht. Und in China erwartet die Regierung eine „stetige Abschwächung“, nachdem das Wachstum im zweiten Quartal von 11,9 auf 10,3 Prozent zurückging. (rtr)

Zur Homepage
comments powered by Disqus
Ressort

Nachrichten aus der Wirtschaft, Börsen-Trends, Kurse und Finanz-Themen.

Videonachrichten Wirtschaft
Umfrage

Die FR möchte auch nach wissenschaftlichen Maßstäben das Gerechtigkeitsempfinden erforschen. Dabei setzen wir auf Sie, liebe Leserinnen und Leser - und Ihre Beteiligung an einer wissenschaftliche Studie der Universität Köln.

Koffein-Junkies

Die Jobs mit dem höchsten Kaffee-Konsum

Von  |
Ohne den Wachmacher geht es nicht: 70 Prozent der befragten Berufstätigen glauben, ihre Arbeitsleistung wäre ohne Kaffee beeinträchtigt.

In TV-Serien sitzen Polizisten oft mit einem Becher Kaffee im Auto und observieren. Doch eine Umfrage belegt: Gesetzeshüter sind gar nicht die größten Kaffeetrinker unter den Berufsgruppen. In diesen zehn Jobs sind Mitarbeiter süchtig nach Koffein. Mehr...

FR-Schwerpunkt

Was ist gerecht?

Was ist gerecht?

WIRKLICH? Wie ungleich darf eine Gesellschaft sein – und was ist eigentlich Gerechtigkeit? Der große Schwerpunkt der Frankfurter Rundschau.

FR-Online: Ergänzende Informationen und ausgewählte Texte zum Thema im Online-Dossier.

iPad-App: Alle großen Stücke des Schwerpunkts - interaktiv in preisgekrönter Aufbereitung. Informationen und Bestellformular.

Zeitung: Sämtliche Analyen und Interviews im Vorteils-Abonnement - keine Folge verpassen und dabei noch anderen helfen. Das ist gerecht. Bestellformular.

Wie würden Sie Deutschland gerechter machen? Gibt es eine Ungerechtigkeit, der die Frankfurter Rundschau unbedingt nachgehen sollte? Reden Sie mit - auf unserer interaktiven Webseite.

Premium-Fotostrecke

Das Frankfurter Bankenviertel - eine Welt für sich. Schlendern Sie mit uns um die Mittagszeit über Opernplatz, Platz der Republik und Taunusanlage.

Zur Premium-Fotostrecke
Brutto-Netto-Rechner
Optimieren Sie Ihr Gehalt:
Bruttogehalt (Euro mtl.)
St.-Kl.
Arbeitslosengeldrechner
Wie viel Arbeitslosengeld steht Ihnen zu?
Bruttogehalt (jährl. Euro) Steuerklasse
Kinder Ja Nein Berechnen