Im Herbst ging's bergab - nun stehen Kündigungen an. Zugleich mehren sich die Aufwärts-Signale. Heute gibt's gleich zwei: Der Export meldet steigende Umsätze, und die Produktion bleibt stabil.
Langsam geht es wieder aufwärts mit dem deutschen Export.
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Langsam geht es wieder aufwärts mit dem deutschen Export.
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Berlin. Die deutschen Exporteure haben ihre rasante Talfahrt gebremst und erstmals seit einem halben Jahr wieder ein Umsatzplus geschafft. Im März verkauften sie preis- und saisonbereinigt 0,7 Prozent mehr ins Ausland als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Das war der erste Anstieg seit September 2008, als die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers die weltweite Wirtschaftskrise einleitete. Von Reuters befragte Experten hatten einen Rückgang von zwei Prozent erwartet.
Sie warnten vor übertriebenem Optimismus. "Der deutsche Patient ist auf dem Weg der Besserung, aber er ist immer noch krank", sagte der Deutschland-Chefvolkswirt von UniCredit, Andreas Rees. Die Rezession sei noch nicht ausgestanden. Rückschläge seien nicht auszuschließen. "Für Euphorie ist es zu früh", sagte auch Citigroup-Analyst Jürgen Michels. "Aber der freie Fall ist gestoppt."
Auch die Einfuhren legen zu
Die deutschen Export-Schlager
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Die deutschen Export-Schlager
Platz 14: Möbel fasst die Statistik großzügig zusammen mit Schmuck, Musikinstrumenten, Sportgeräten und Spielwaren. Dennoch kommt das Wohn- und Freizeitvergnügen nur auf einen Anteil an den Ausfuhren von 1,9 Prozent.
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Platz 13: Büromaschinen und Datenverarbeitungsgeräte, durchaus auch in etwas modernerer Form, werden ebenfalls aus Deutschland gekauft. Ihr Anteil am Export: 2,2 Prozent.
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Platz 12: Kunststoff- und Gummiwaren wie diese Reifen kommen ebenfalls auf 3,3 Prozent.
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Platz 11: Die Nachrichtentechnik hat in Deutschland Tradition. Das Bild zeigt den Pionier Rudolf Hell. Er erfand die Bildzerlegerröhre für das Fernsehen. - Nachrichtentechnik, Radio, Fernsehgeräte und elektronische Bauelemente machen 3,3 Prozent der Ausfuhren aus.
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Platz 10 : Metallerzeugnisse sehen die Statistiker bei 3,3 Prozent. Nicht dabei sind hier Eisen und Stahl.
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Platz 9 : Als "Sonstige Fahrzeuge" gelten jene ohne Kraftantrieb, also ohne Motor. Sie schaffen 3,4 Prozent der Exporte.
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Platz 8: Dass Holländer Käse exportieren, ist ja geläufig. Aber auch die Deutschen verkaufen "Erzeugnisse des Ernährungsgewerbes" ins Ausland - Anteil 4,0 Prozent.
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Platz 7: Keine deutsche Pünktlichkeit ohne deutsche Uhren. Die Medizin-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik vereint 4,0 Prozent der Exporte auf sich.
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Platz 6: Stromleitungen kann man auch als "Geräte der Elektrizitätsverteilung" bezeichnen. Die Statistiker tun das und nehmen die Stomerzeugung gleich dazu. Raus kommt ein Anteil von 5,2 Prozent.
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Platz 4: Heiß geht's her in der Eisen- und Stahlproduktion. Rechnet man die Verarbeitung von Nicht-Eisen-Metallen dazu, kommt mit 6,3 Prozent der viertgrößte Anteil an den Ausfuhren zustande.
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Platz 3: Chemische Erzeugnisse gehören zum Spitzentrio: Sie kommen auf 13,9 Prozent der Exporte.
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Platz 2: Im Maschinenbau läuft auch der Export rund. Die Ingenieursleistungen aus Deutschland machen 14,8 Prozent der Ausfuhren aus.
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Platz 1: Und die Gewinner sind - Kraftwagen und Kraftwagenteile. Sie stehen ganz oben auf der Erfolgsliste der heimischen Industrie und kommen auf einen Anteil von 17,5 Prozent. Steckt diese Branche wie jetzt in der Krise, schlägt sich das entsprechend schnell auf die gesamten Ausfuhren nieder. (Die Angaben basieren auf Daten des Statistischen Bundesamts und gelten für Januar bis November 2008.)
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Die Gesamtentwicklung des Außenhandels im Überblick.
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Die schwerste Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik geht zu Ende. Die deutsche Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal 2009 überraschend um 0,3 Prozent im Vergleich zum ersten Vierteljahr. Wir zeigen die deutschen Exportschlager aus dem Jahr 2008.
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Schuldenkrise
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Dass der Exportweltmeister weiter unter der globalen Rezession leidet, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahresergebnis. Insgesamt wurden Waren im Wert von 70,3 Milliarden Euro exportiert - 15,8 Prozent weniger als im März 2008. In den ersten drei Monaten setzten die Unternehmen 20,9 Prozent weniger ab als im ersten Quartal 2008.
Wegen der weltweiten Nachfrageflaute rechnet der Exportverband BGA für 2009 mit einem Umsatzrückgang von bis zu 15 Prozent. Es wäre das erste Minus seit 1993 und das größte seit Gründung der Bundesrepublik 1949.
Die Einfuhren stiegen im März um 0,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Dabei dürfte auch die Abwrackprämie eine Rolle gespielt haben, von der vorwiegend ausländische Hersteller von Kleinwagen profitieren. Insgesamt wurden Waren im Wert von 59 Milliarden Euro importiert. Das waren 11,6 Prozent weniger als im März 2008.
Abwärtstrend in der Produktion gestoppt
Die Erzeugung im produzierenden Gewerbe ist im März erstmals seit August 2008 nicht weiter gesunken und hat sich damit besser entwickelt als erwartet. Wie das Bundeswirtschaftsministerium mitteilte, blieb die Produktion gegenüber dem Vormonat saison- und kalenderbereinigt unverändert. Allerdings wurde die Februar-Entwicklung deutlich nach unten revidiert.
Volkswirte hatten für März eine um 1,2 Prozent niedrigere Erzeugung prognostiziert. Im Februar war die Produktion nach revidierten Angaben um 3,4 Prozent. Laut Ministeriums war die unerwartet günstige Entwicklung hauptsächlich auf den Baubereich zurückzuführen, während die Industrieproduktion abermals rückläufig war.
Im gesamten ersten Quartal ging die Erzeugung im produzierenden Gewerbe gegenüber dem Vorquartal um 12,0 Prozent zurück. Das Ministerium erklärte, der Rückgang der Industrieproduktion sei im ersten Quartal "äußerst kräftig" ausgefallen, jedoch habe sich die Abwärtsdynamik im Verlauf der ersten drei Monate merklich abgeschwächt.
Positive Impulse seien zuletzt vor allem aus dem Kraftfahrzeugbereich gekommen, der von den konjunkturstützenden Maßnahmen im In- und Ausland profitiert habe. "Im Bauhauptgewerbe könnte es nach dem eher strengen Winter mit entsprechenden Baubehinderungen gewisse Nachholeffekte gegeben haben", erklärte das Ministerium. (rtr/ddp)