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29. Dezember 2012

Konkurrenz im Internet: Deutsche Bank fürchtet Google

Deutsche-Bank-Vorstand Fitschen fürchtet die Marktmacht von Internetkonzernen wie Google und Microsoft.  Foto: dapd/Archiv

Der Chef der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, fürchtet weniger die europäische Konkurrenz als die zunehmende Marktmacht von Internetunternehmen wie Google oder Microsoft. Auch aufstrebende Banken in Schwellenländern bereiten ihm Sorgen.

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Frankfurt am Main –  

Neue Rivalen setzen die Deutsche Bank unter Druck: Deutschlands größtes Geldinstitut muss seine Kosten auch wegen der aufstrebenden Konkurrenz aus dem Internet deutlich straffen. Kostensenkung sei „umso dringlicher, als wir in Zukunft vermutlich nicht so sehr gegen andere Banken und Sparkassen konkurrieren werden, sondern zunehmend gegen die Microsofts und Googles dieser Welt“, sagte Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen der „Börsen-Zeitung“. „Diese Unternehmen wissen aufgrund ihrer riesigen Datenbasis viel mehr über die Bedürfnisse ihrer Kunden, als Banken es jemals erfahren werden, und können dadurch Dienstleistungen sehr gezielt anbieten.“

Paneuropäische Banken

Um gegen die neue Internet-Konkurrenz bestehen zu können, aber auch gegen neue Großbanken, die in den Schwellenländern entstehen, fordert Fitschen „paneuropäische Banken“. „Andernfalls werden uns die Wachstumsräume China, Indien, Brasilien oder auch Russland wirtschaftlich abhänge“, sagte er dem Blatt weiter.

Dort entstünden Banken, die dank ihrer großen einheitlichen Heimatmärkte produktiver und sehr kostengünstig arbeiten könnten. Fitschen und der zweite Co-Chef Anshu Jain haben der Deutschen Bank Kostensenkungen von 4,5 Milliarden Euro bis 2015 verordnet.

Auch wenn die Deutsche Bank derzeit keine großen Zukäufe plane, müsse sie sich fragen, wo sie mittel- bis langfristig ihren Platz sehe, ergänzte Fitschen, der sich mit Jain zusammen seit Juni den von Josef Ackermann übernommenen Chefsessel teilt. Die Konzentration in der europäischen Bankenbranche sei längst nicht abgeschlossen. „Die Aufstellung des europäischen Finanzmarktes entspricht heute bei Weitem nicht der Bedeutung des Euro.“ (rtr)

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