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10. Juni 2014

Krankenhaus-Rechnungen: Kliniken rechnen falsch ab

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53 Prozent der Krankenhausrechnungen soll fehlerhaft gewesen sein, haben Krankenkassen berechnet. (Symbolbild)  Foto: Martin Weis

Mehr als jede zweite Krankenhausrechnung ist nach Erhebung der Krankenkassen fehlerhaft, Krankenkassen schätzen den Schaden für Versicherte auf 2,3 Milliarden Euro.

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Berlin –  

Mehr als jede zweite Krankenhausrechnung ist nach Erhebungen der Krankenkassen fehlerhaft. Dadurch entsteht für die Versicherten ein Schaden von über zwei Milliarden Euro. Nach Informationen der Frankfurter Rundschau ergaben Stichproben des Spitzenverbandes der Kassen, dass 2012 in knapp 53 Prozent aller geprüften Abrechnungen Behandlungen aufgeführt waren, die nicht in dem behaupteten Umfang oder sogar gar nicht erbracht wurden.

Einen ähnlich hohen Anteil von Falschabrechnungen ermittelte der Spitzenverband für das erste Halbjahr 2013. Damit liegt die Quote im dritten Jahr in Folge über 50 Prozent.

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Den Gesamtschaden rechneten die Kassen auf insgesamt 2,3 Milliarden Euro hoch. Oder anders ausgedrückt: Würden die rund 2000 deutschen Krankenhäuser stets richtig abrechnen, könnte der Beitragssatz in der Krankenversicherung um 0,2 Punkte auf 15,3 Prozent sinken.

Die Krankenkassen sind gesetzlich dazu verpflichtet, mit Hilfe des Medizinischen Dienstes der Kassen (MDK) die Klinikabrechnungen zu überprüfen. Es geht um ein Volumen von insgesamt mehr als 66 Milliarden Euro.

Zunächst werden die Abrechnungen auf Anzeichen möglicher Fehler durchsucht. Das können zum Beispiel auffällig lange Aufenthaltszeiten in der Klinik bei einer nur leichten Erkrankung sein. In einem zweiten Schritt nehmen die Prüfer diese Abrechnungen genauer unter die Lupe. Auf diese Weise werden jährlich bis zu zwölf Prozent aller Abrechnungen kontrolliert. Stellt sich heraus, dass eine Abrechnung tatsächlich fehlerhaft ist, muss das Krankenhaus den zu viel verlangten Betrag rückerstatten. Zusätzliche Sanktionen gibt es derzeit keine.

Anders sieht die Lage für die Krankenkassen aus. Sie müssen der Klinik eine Aufwandspauschale von 300 Euro zahlen, sollte eine zunächst monierte Rechnung doch richtig sein. Dieses Ungleichgewicht wird von den Kassen seit längerem scharf kritisiert.

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